Leonhard Zagermann

Wenn Leonhard Zagermann ins plaudern kommt, und das passiert nicht selten, dann funkeln seine Augen wie am ersten Tag. Dabei ist er mittlerweile fast 60 Jahre im Geschäft. Sowas schafft man nur, wenn man liebt was man tut. Wahrscheinlich kann niemand die Herkunft und Eigenschaften einer Chinaborste mit wärmeren Worten erklären als er. Man hört dem Mann gerne zu und das haben wir auch getan. Seine liebe Frau Alrun und Leonhard Zagermann haben uns zwei Stunden ihrer kostbaren Zeit geschenkt und dafür sind wir sehr dankbar.

Bürstenmacher ist ein altes Handwerk. Archäologische Funde zeugen davon, dass die Menschen schon sehr früh Bedarf an Bürsten hatten. Ausgrabungen bei Mesopotamien (heute Irak) brachten z.B. Tonkörper mit eingestochenen Löchern zur Aufnahme von Borsten hervor. Das war etwa 4.000 vor Christus. Erste Erwähnungen als Handwerksberuf sind etwa ab dem 15. Jahrhundert belegt. In den frühen Jahren waren Bürstenbinder meist Heimwerker ohne eigenes Geschäft, die ihre Produkte als Hausierer und auf großen Verkaufs- oder Jahrmärkten vertrieben.

Leonhard Zagermann mit Bild des Vaters

Leonhard Zagermann mit Bild des Vaters

1924 gründete Leonhard Zagermanns Vater in Brandenburg seinen Bürstenbetrieb, der aber durch den Beginn des 2. Weltkrieges ein jähes Ende erfuhr. Direkt nach Kriegsende siedelte die Familie samt Betrieb nach Solingen um, wo der Vater in Solingen-Mitte sein Geschäft für Schleif- und Polierbürsten neu aufbaute. In den 1950er Jahren waren alleine im Innungsbezirk Solingen (zu dem damals noch Wermelskirchen und Hilden gehörten) knapp 40 Bürstenmacher ansässig. Die zahlreichen Stahlwarenbetriebe im Umkreis hatten großen Bedarf an Schleif- und Polierbürsten, die Brauereien brauchten Kesselbürsten und Kesselschrubber. Bürstenmacher war ein gefragtes Handwerk.

„Wenn ich auf der Kirmes 50 oder 60 Pfennig zum ausgeben hatte, dann war das schon eine ganze Menge.“

Es war aber auch eine Zeit, in der man nur sehr selten einen Beruf nach Wahl erlernte. In den Aufbaujahren wuchsen die Kinder meist in den Beruf des Vaters hinein. Leonhard Zagermann half neben der Schule viel im väterlichen Betrieb. Sonntags war bei Zagermanns meist Borstensortierung angesagt. Der Vater war ein kühler Rechner und kaufte bei Gelegenheit gerne unsortierte Borsten ein. Sohn Leonhard sortierte dann die schwarzen von den weißen Borsten aus und bekam dafür von seinem Vater etwa 20 – 30 Pfennig pro sortiertes und gebündeltes Kilo. Für die damalige Zeit war das gutes Geld. So kam es mit den Jahren, dass er neben der Schule immer weiter in den Beruf des Bürstenmachers hinein gewachsen ist und den Beruf von der Pike auf erlernte.

„Wenn wir in der Werkstatt sind wird gearbeitet, und arbeiten heißt gut arbeiten.“

Später kam zur Werkstatt noch ein eigenes Geschäft in Solingen am Schlagbaum hinzu, in dem u.a. Feinbürsten und Besen verkauft wurden. Die Produkte der Zagermanns waren gefragt, weil sie eine hohe Qualität hatten und nur aus erstklassigen Rohstoffen hergestellt wurden. Darauf legte der Vater allergrößten Wert. Jede Bürste und jeder Pinsel musste in bestmöglicher Qualität hergestellt werden. Keine Kompromisse. Eine Maxime, der Leonhard Zagermann bis heute treu ist.

Im Laufe der Jahrzehnte nahm jedoch die Auftragslage durch den industriellen Strukturwandel und die fortschreitende maschinelle Herstellung von Besen und Bürsten deutlich ab. Die Solinger Innenstadt war nicht mehr der ideale Standort für den Familienbetrieb. Industriekunden kauften lieber billige Massenprodukte und nur von Sonderanfertigungen konnte der Betrieb auf Dauer nicht existieren.

Burger Jahre

1988 kam dann das Angebot vom damaligen Direktor Dr. Soechting, das Bürstengeschäft in seinem ehemaligen Wohnhaus direkt auf Schloss Burg weiterzuführen. Man wollte wieder Handwerk auf dem Gelände ansiedeln und dafür war das Wohnhaus der ideale Ort. Eine Chance, die im nachhinein betrachtet dem Familienbetrieb das Überleben sicherte. Hier kam nationales und internationales Publikum hin und es ging wieder bergauf. Auf einmal hatte der Betrieb auch Kunden aus England, Frankreich, Belgien, Holland oder Italien. Das waren ganz neue Dimensionen. Anfangs hatten auch noch ein Glasbläser, eine Seidenmalerin und eine Kunsthandwerkerin ihre Geschäfte und Ateliers in dem ehemaligen Wohnhaus. Übrig geblieben sind aus dieser Zeit aber nur noch die Zagermanns.

Trotz seiner zeitraubenden Tätigkeit auf Schloss Burg, sorgte er sich auch immer wieder um den Nachwuchs im Bürstenmacher Handwerk und freute sich stets, wenn er sein Wissen weitergeben konnte. Er leitete einige Jahre, an der einzigen Berufsschule für die Ausbildung zum Bürsten- und Pinselmacher in Bechhofen, Kurse für Prüflinge zur Meisterprüfung.

Heute heißt die Devise leider „Was Sie heute kaufen, das sollen Sie möglichst nächste Woche verschlissen haben.“

Durch die maschinelle Massenfertigung von Bürsten, Pinseln und Besen, legen sowohl die Industrie als auch viele Kunden keinen Wert mehr auf Langlebigkeit. Eine schmerzliche Entwicklung für den Feingeist Leonhard Zagermann und dessen handwerklicher Seele, es immer gut zu machen um das bestmögliche Produkt herzustellen. Aber es gibt noch Menschen, die auf Qualität und Nachhaltigkeit achten. Und wenn solche Menschen das kleine Geschäft betreten, dann blüht das Ehepaar auf. Schnell kommt man ins Plaudern und während Leonhard Zagermann liebevoll eine seiner Bürsten aus dem Regal nimmt, referiert er über die Qualität des Ziegenhaars: „Ziegenhaar ist wegen seines hohen Haarfettgehaltes ideal zum Staubputzen geeignet“.

So kommt es auch nicht von ungefähr, dass seine Bürsten und Pinsel aus Ziegenhaar von großen Galerien zum Entstauben ihrer empfindlichen Gemälde verwendet werden. Auch Pianisten schwören auf die Produkte von Herrn Zagermann, um ihre Klaviere und Konzertflügel damit lupenrein zu bekommen. Schloss Benrath ist ebenfalls Kunde bei Herrn Zagermann. Seine Ziegenhaarprodukte halten dort die wertvollen Wandmalereien, Gemälde und Vergoldungen sauber.

Eine Kundin sagte einmal: „Ich habe vor 20 Jahren bei Ihnen alles gekauft was wir brauchten, und es ist noch nichts kaputt gegangen“

Leonhard Zagermann möchte zufriedene Kunden haben, die seine Produkte Jahre und Jahrzehnte benutzen und deshalb macht er bei der Qualität auch keine Kompromisse. Es kommen nur beste und makellose Hölzer und Borsten zum Einsatz. Mittlerweile kommen allerdings alle verwendeten Naturstoffe aus dem Ausland. „Schweineborsten kommen heutzutage zu 95 Prozent aus China. Früher kamen Borsten noch teils aus Russland oder Jugoslawien“. In Deutschland leben Zuchtschweine durch die Schnellmast nicht lange genug, um brauchbare Borsten zu entwickeln und außerdem wurden den einheimischen Rassen die Borsten für eine leichtere Verarbeitung und Zerlegung weggezüchtet.

Bis heute noch sind die meisten der Produkte von Herrn Zagermann Handarbeit und Handarbeit kann man reparieren. Die älteste Möbelbürste die Herr Zagermann repariert hat, vererbte sich durch drei Generationen und war bereits 92 Jahre in Gebrauch. Auch sonst erzählen Kunden durchaus mal, dass Sie Bürsten entweder selbst geerbt haben oder vor Jahrzehnten gekauft haben und immer noch nutzen. Mit Mikrofaser wäre sowas nicht möglich. Ein guter handgemachter Rasierpinsel kann gut und gerne 20 Jahre halten und ein guter Besen aus Rosshaar hält ein Hausfrauen- oder Hausmannleben lang. Wer häufig ein solches handgefertigtes Produkt benutzt, wird dessen Qualität schätzen lernen und den höheren Preis schnell relativieren. Eine Kundin sagte auch einmal „Ich bin zu arm um billige Sachen zu kaufen“.

Damit hat die Dame den Kern der Sache erkannt: Stil ist eben nicht nur das Ende des Besens.

„Wenn die alten Kunden wegbleiben, dann merkt man, dass das Leben endlich ist.“

2018 feiert Leonhard Zagermann mit seiner Ehefrau an diesem Ort das 30-jährige Bestehen. Sie war es auch, die die beliebten Bürsten mit schwarzen und weißen Borsten erfand. Mittlerweile ein Markenzeichen der Zagermann Bürsten. Trotz der wenigen freien Zeit, bereut das Ehepaar kaum einen Tag, an dem das kleine Geschäft geöffnet hatte. Aber auch an ihnen geht die Zeit nicht spurlos vorbei. Langjährige Geschäftspartner, die teilweise zu Freunden geworden sind, hören auf oder sind verstorben. Viele alte Kunden kommen nicht mehr, weil sie wahrscheinlich auch nicht mehr am Leben sind oder es einfach körperlich nicht mehr schaffen. Leonhard Zagermann suchte bereits vor einigen Jahren einen Nachfolger, den er leider bis heute nicht gefunden hat. Das Handwerk des Bürstenmachers ist eine aussterbende Zunft und nur noch profitabel im Dunstkreis von Veranstaltungen, oder wenn man von Touristenströmen leben kann. Sich heute einen langjährigen und treuen Kundenstamm aufzubauen, ist quasi unmöglich. Die Massenfertigung hat mit ihren Kunstfasern den Markt übernommen.

Aber solange das Herz in Leonhard Zagermanns Brust noch schlägt und die Glut in den Augen noch nicht erloschen ist, solange hat Solingen noch einen eigenen Bürstenmacher und wahrscheinlich sogar den nettesten Bürstenmacher der Welt. Und wenn Sie sich selbst mal davon überzeugen möchten, dann haben Sie auf Schloss Burg dazu noch die Gelegenheit. Entweder direkt im Ladengeschäft oder aber auf den Handwerkermärkten, die mehrmals im Jahr im Schlossmuseum stattfinden.

Erlebnisbericht Wülfing Museum

Wenn man das Wülfing Museum in Radevormwald das erste Mal betritt, spürt man an vielen Ecken noch den Geist der Gründer. Selten bekommt man einen so greifbaren Eindruck von alten Produktionsmethoden, wie in diesem Museum. Als besonderes Highlight kann man die größte Dampfmaschine im Bergischen Land bewundern. Starten wir einen kleinen Rundgang, durch eines der interessantesten Museen im Bergischen Land.

Mehr als eine Fabrik – Eine Textilstadt

Wülfing Museum - Miniaturansicht

Wülfing Museum – Miniaturansicht

Bereits im Jahre 1674 wurden die „Wülfing Tuche“ gegründet, die dann Anfang des 19. Jahrhunderts direkt an die Wupper gezogen ist. Die günstige Flusslage ermöglichte den Bau und Betrieb der damals noch benötigten Wasserräder, zur Energiegewinnung und zum Antrieb der Spinn- und Webmaschinen. Im Zuge der Errichtung des ersten Fabrikgebäudes im Jahre 1836, wurden auch direkt die ersten Wohnhäuser für Arbeiter gebaut. Die Eigentümerfamilie Hardt kümmerte sich also bereits zu dieser Zeit intensiv um das Wohl der Mitarbeiter. Zu Spitzenzeiten arbeiteten im Tal an die 1000 Mitarbeiter. Es gab Kinderbetreuung, Bildung, gute Ernährung und somit Sicherheit und Wohlstand für die Mitarbeiter. Aspekte, die selbst heutzutage noch nicht selbstverständlich sind. In den nächsten 100 Jahren entstand so eine Tuchfabrik, die von der Verarbeitung der Rohwolle zu Garn bis zu dessen Weiterverarbeitung zu Tuch alles selbst produzierte. Erst durch die beginnende Globalisierung in den 1990er Jahren verlor Wülfing den Anschluss zur Konkurrenz und musste 1996 den Betrieb einstellen.

Trends erkennen in der Dessinatur und Qualitätssicherung

 

Wülfing Museum - Zweigle Reutlingen

Wülfing Museum – Zweigle Reutlingen

Wülfing zeichnete sich u.a. durch ein riesiges Archiv an Stoffproben aus. Bis zu 1000 Muster konnte man den Großkunden zur Auswahl vorlegen. So konnte man Trends schneller erkennen und darauf reagieren. Für diesen Zweck, leistete man sich sogar eine hauseigene Musterweberei. Von den ausgewählten Mustern wurden dann meist Herrenanzüge in Großserie hergestellt.
Um eine gleichbleibende Qualität zu gewährleisten, richtete Wülfing sich schneller als viele andere Betriebe ein Prüflabor ein. Hier wurden vom Rohstoff über Garn bis hin zum fertigen Stoff die Produktionsstufen überwacht. Dadurch konnte man Fehler vermeiden und Kosten sparen.

Das Wülfing Museum als Elektrizitätswerk

Wülfing Museum - Siemens Generator

Wülfing Museum – Siemens Generator

Auch im Bereich Stromerzeugung war Wülfing ein Trendsetter. Eine Tuchfabrik ist immer einer großen Brandgefahr ausgesetzt. Aus diesem Grund stellte man schon früh auf elektrische Beleuchtung um. Der dafür benötigte Strom wurde anfangs von Wasserturbinen und später von Dampfmaschinen und Generatoren erzeugt. Überschüssiger Strom wurde an das Stromnetz abgegeben, das sich zu diesem Zeitpunkt ebenfalls in Firmenbesitz befand. Das Herzstück der Stromproduktion war die 1891 erbaute Dampfmaschine. Mit 300 PS war sie die größte Dampfmaschine im Tal und auch im Bergischen Land. Die Maschinisten in der Energiezentrale waren zu dieser Zeit die wichtigsten Mitarbeiter. Ohne Strom stand alles still. Später kam noch ein Generator hinzu, der zwischen 1903 – 1946 ebenfalls Strom für den Eigenbedarf produzierte. Bis heute ist dieser noch voll funktionsfähig und produziert an bestimmten Vorführterminen im Jahr noch Strom. Bis zum Ende der Produktion im Jahre 1996 stelle Wülfing etwa ein Drittel des Strombedarfs selbst her.

Empfehlung

Wülfing Museum

Wülfing Museum

Das Wülfing Museum ist zweifelsohne eines der interessantesten Museen im Bergischen Land. Viele Exponate sind greifbar und nicht hinter Vitrinen versteckt. Man bekommt einen hervorragenden und interessanten Einblick in die Tuchproduktion früherer Zeit. Technisches Highlight ist natürlich die Dampfmaschine mit ihrem wahrlich riesigen Schwungrad. Man begibt sich auf eine Zeitreise und ist sich sicher, das man selbst nach Stunden des Aufenthaltes immer noch nicht alles gesehen hat. Also durchaus auch ein Museum für einen zweiten oder dritten Besuch. Für den kleinen Hunger wird ebenfalls gesorgt. Eine liebevoll geführte Kaffeeküche bietet leckeren Kaffee, Kuchen und andere Kleinigkeiten. So muss ein Museum sein.

Weitere Infos finden Sie in unserem Erlebniseintrag zum Wülfing Museum

120 Jahre Müngstener Brücke

Seit 1897 überspannt die Müngstener Brücke das Tal der Wupper und verbindet die Städte Remscheid und Solingen miteinander. Die mit 107 Metern höchste Eisenbahnbrücke Deutschlands, hieß in den Anfangsjahren noch „Kaiser-Wilhelm-Brücke“ und wurde erst zum Ende der Monarchie nach der damaligen Siedlung Müngsten umbenannt. Mittlerweile ist die Brücke ein Wahrzeichen des Bergischen Landes geworden. Vielleicht auch bald ein Weltkulturerbe ?

Neuartige Bauweise und ein Mythos

Die Müngstener Brücke wurde komplett ohne die üblichen Gerüste gebaut. Ein Novum zu dieser Zeit. Der leitende Ingenieur Anton von Rieppel (1852 – 1926) setzte für den Brückenbau erstmals den sogenannten Freivorbau ein. Der „freie Vorbau“ stabilisierte beide Bogenhälften und ermöglichte den finalen Brückenschluss mit deutlich weniger Aufwand und Material als bisherige Bauweisen. Die statischen Berechnungen waren allerdings deutlich komplexer. Trotzdem überwiegten die Vorteile bei weitem, sodass sich diese Brückenbauweise bis heute etabliert hat.

Frontalansicht des Brückenbogens der Müngstener Brücke © MAN-Museum und Historisches Archiv

Brückenbogen der Müngstener Brücke © MAN-Museum und Historisches Archiv

Auf den letzten Metern, kurz vor dem entscheidenden Brückenschluss, verloren durch ein Unwetter sechs Arbeiter ihr Leben. Das sich ein verantwortlicher Ingenieur, aus Angst die Brücke würde nicht halten, von der unfertigen Brücke stürzte, ist allerdings eine Legende. Im März 1897 war es trotz widrigster Wetterbedingungen vollbracht. Die beiden Hälften trafen aufeinander und passten. Eine Meisterleistung ! Als Belastungsprobe wurden sechs Güterzüge mit knapp 1000 Tonnen Kies auf die Brücke geschickt. Alle Beteiligten hielten den Atem an. Aber Sie hielt !

Max Wipperling, Elberfeld (Ansichtskarte von 1912) [Public domain], via Wikimedia Commons

Ansichtskarte von 1912 (Max Wipperling) – Damals noch Kaiser-Wilhelm-Brücke

Insgesamt wurden über 5.000 Tonnen Stahl verbaut und 950.000 Nieten eingeschlagen. Angeblich soll sich darunter auch ein goldener Niet befinden. Da er bis heute nicht gefunden wurde, handelt es sich hier höchstwahrscheinlich auch um einen Mythos. Aber solche Geschichten werden natürlich immer wieder gerne aufgegriffen, weil sie weder belegbar noch wiederlegbar sind.

Betrieb und Instandhaltung

Im Laufe der Jahre und Jahrzehnte wurde viel an der Brücke ausgebessert und repariert. Immer wieder musste die Brücke wegen dringend notwendiger Reparaturen und dem fortschreitenden Rost für den Zugverkehr gesperrt werden. 2011 kündigte die Deutsche Bahn eine fünfjährige Kernsanierung der Müngstener Brücke an. Für etwa 30 Millionen Euro soll das Bauwerk für die nächsten 25 – 30 Jahre fit gemacht werden. Während der mehrjährigen Bauarbeiten gab es immer wieder wochen- und monatelange Sperrungen und Verzögerungen, die für viel Unmut in der Bevölkerung sorgten. Nach aktuellem Stand dürften die Arbeiten 2018 komplett abgeschlossen sein. Derzeit wird die gesamte Brücke abschnittsweise gesandstrahlt und mit einem 4-fachen Neuanstrich versehen. Dadurch stehen die Chancen gut, dass die Müngstener Brücke auch noch ihren 150. Geburtstag erleben wird.

Müngstener Brücke im Sonnenlicht

Müngstener Brücke im Sonnenlicht

Brückenpark und Schwebefähre

Im Rahmen der Regionale 2006 entstand unterhalb der Brücke eine Parklandschaft, die die Müngstener Brücke und den Brückenpark für Touristen attraktiver machen soll. Tatsächlich stiegen auch nach der Eröffnung der Parkanlage die jährlichen Besucherzahlen. Ein weiterer beliebter Teil der Parkanlage ist die Schwebefähre. Technisch betrachtet handelt es sich um eine Seil- bzw. Hängebahn, die, ähnlich einer Draisine, mit Muskelkraft betrieben wird. Gegen eine kleine Spende können Passanten mit der Schwebefähre das Wupperufer wechseln und die sonst weitläufigen Wanderwege von/nach Solingen-Unterburg abkürzen.

Brückenpark Müngsten - Schwebefähre

Brückenpark Müngsten – Schwebefähre

Weltkulturerbe

In den letzten Jahren gab es Bemühungen, die Müngstener Brücke als Weltkulturerbe eintragen zu lassen. Bisher allerdings leider erfolglos. Der nächste Versuch wird am 27. Oktober 2017 unternommen. Einen Tag vor den großen Feierlichkeiten zum 120. Geburtstag der Eisenbahnbrücke, soll der Startschuss für eine weitere Bewerbung als Weltkulturerbe fallen. Diesmal allerdings als internationale Gemeinschaft mit den Brücken Ponte Maria Pia und Ponte Dom Luis I. in Portugal, der Ponte San Michele in Italien und dem Garabit-Viadukt in Frankreich. Alle fünf Brücken wurden im 19. Jahrhundert als beeindruckende Großbogenbrücken gebaut.

Welterbe Emblem - Deutsche Version

Welterbe Emblem – Deutsche Version

Brückenfest

Das diesjährige Brückenfest am 28. + 29.10. 2017 fällt ebenfalls entsprechend größer aus als sonst. Ein buntes Rahmenprogramm sorgt für Spaß und Vergnügen für die ganze Familie. Details über das Programm finden Sie in unserem Veranstaltungshinweis:

Es gibt derzeit keine bevorstehenden Veranstaltungen.

Wochenendtipps KW 43/17

Das Städtedreieck gibt an diesem Wochenende den Ton an

++ Raus aus dem Alltag – Rein ins Bergische ++

39. Basar der Kunsthandwerker

Solingen, Schloss Burg

Von Freitag 27. Oktober 2017 – Sonntag 05.11.2017

Kreatives Kunsthandwerk, ausgefallene Kuriositäten und liebevoll gestaltete Geschenkideen. Der Basar der Kunsthandwerker ist ein Veranstaltungshighlight im Bergischen Land.

Velberter Lichter

Velberter City

Am Freitag (27. Oktober 2017)

Einkaufen im Mondschein bis 22 Uhr, das sind die beliebten Velberter Lichter auch 2017 wieder.

19. Wermelskirchener „à la Carte“

Wermelskirchen

Von Freitag – Sonntag (27. – 29. Oktober 2017)

Die Heimat-Ausstellung ist eine Aktion im Rahmen der Caritas-Kampagne 2017 „Zusammen sind wir Heimat“.

Nacht der Kultur und Kirchen

Remscheider Stadtgebiet

Am Samstag (28. Oktober 2017)

Mehr als 100 Kulturschaffende präsentieren an ca. 80 teils ungewöhnlichen Orten ihr Können und nehmen Sie mit auf den Weg in eine Welt abseits des Alltags.

Halloween in der Aggertalhöhle

Aggertalhöhle, Engelskirchen

Am Samstag + Sonntag  (28. + 29. Oktober 2017)

Am 28. + 29.10. verlassen die gruseligen Charaktere klassischer Horrorfilme die Aggertalhöhle unsicher.

Müngstener Brückenfest

Brückenpark Müngsten

Samstag und Sonntag (28. + 29. Oktober 2017)

Das Brückenfest der Müngstener Brücke fällt diesmal etwas größer aus. Immerhin wird die Brücke dieses Jahr stattliche 120 Jahre alt.

17. Röntgenlauf

Remscheider Stadtgebiet

Am Sonntag (29. Oktober 2017)

Die größte Laufveranstaltung im Bergischen Land – wie immer am letzten Sonntag im Oktober. Bitte Umstellung von Sommer- auf Winterzeit in der Nacht davor beachten!

Witzheldener Drachenflugfest

Leichlingen-Witzhelden, Am Fernsehturm

Am Sonntag (29. Oktober 2017)

Die Junge Union Leichlingen organisiert wieder mit Unterstützung des sozial engagierten Vereins „Eddy Hilft“, das allseits beliebte Drachenflugfest in Witzhelden

Verkaufsoffene Sonntage

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Sonntag – Dampfzugfahrt des Bergischen Löwen am Eisenbahnmuseum Dieringhausen – Letzte reguläre Fahrt in 2017
  • Sonntag – Thementag „Energie aus Dampf und Wasser“ – Erleben Sie im Wülfing Museum die größte Dampfmaschine im Bergischen Land in Aktion

Noch ein wichtiger Hinweis für die Nacht von Samstag auf Sonntag

Winterzeit

Umstellen auf die Winterzeit nicht vergessen !

Wir wünschen allen ein wunderbares Wochenende !

Fehlt eine interessante Veranstaltung im Bergischen Land ?

Erlebnisbericht Kaiserwagen

Man kann behaupten, dass eigentlich jeder, der sich für die Wuppertaler Schwebebahn interessiert, auch schon in irgendeiner Form mit dem Kaiserwagen in Kontakt kam. Entweder durch einen Fernsehbericht oder einen Zeitungsartikel oder per Internet. Die ganz Glücklichen durften sogar schon im Kaiserwagen über Wuppertal schweben. Ja und zu diesen „ganz Glücklichen“ können wir uns nun auch zählen. Das Wuppertal Marketing hat uns freundlicherweise zwei Karten für eine Nachmittagsfahrt zur Verfügung gestellt, und wir berichten im Folgenden über unsere zweifelsohne unvergesslichen Erlebnisse.

Vorfreude

Schon das Öffnen des Briefumschlages ist ein kleines Erlebnis. Darin befinden sich nicht nur die wichtigen Tickets, sondern noch eine handvoll weiterer Dinge, die die Vorfreude auf den Tag erheblich steigern. Wir möchten an dieser Stelle die Überraschung nicht verderben und zeigen nur ein Foto vom Inhalt.

Erlebnis Kaiserwagenfahrt - Tickets

Erlebnis Kaiserwagenfahrt – Tickets

Die Tickets hatten wir also und als nächstes bestellten wir noch Kaiserwetter beim Universum. Mal schauen, ob wir erhört werden. Schließlich wollten wir vom Kaiserwagen auch ein paar schöne Außenaufnahmen mitbringen. Für den Tag waren drei öffentliche Fahrten und eine private Fahrt angesetzt. Genug Zeit also, bis zu unserem Termin um 15 Uhr die zwei vorherigen Fahrten des Kaiserwagens für Außenaufnahmen zu nutzen.

Und so begann es

Der Termin rückte näher und nervös schauten wir schon Tage vorher auf die lokalen Wetterberichte. Es sah gut aus ! Vielleicht kein Kaiserwetter, aber auch kein Schmuddelwetter. Irgendwas dazwischen sollte es wohl werden. Das reichte uns. Hauptsache kein Regen. Dabei sorgten wir uns mehr um unsere Kameras als um uns. Verrückt 😉

Endlich Sonntag. Der erste zaghafte Blick aus dem Fenster ließ uns hoffen: Es war trocken und klarte auf. Check ! Als wir gegen 10 Uhr in Wuppertal-Vohwinkel ankamen, war es für einen Sonntagmorgen typisch noch sehr ruhig auf Wuppertaler Straßen und Bürgersteigen. Wir hatten ausreichend Zeit, um uns die Station anzusehen und erste Aufnahmen zu machen.

Dann um kurz vor 11 Uhr wurden die Weichen umgestellt. Ein untrügliches Zeichen für einen neuen Wagen im Schienenkreislauf. Bei den anwesenden Fahrgästen stieg die Spannung. Schließlich warteten die meisten hier auf ihre erste Fahrt mit dem Kaiserwagen. Unsere Fahrt sollte aber erst um 15 Uhr losgehen. Also waren wir diesmal nur Zaungäste und konnten in Ruhe unsere Aufnahmen machen. Die beiden Kaiserwagen füllten sich schnell und so verließ der Tross pünktlich die Station.

Das war unser Startschuss, dem Kaiserwagen hinterher zu schweben und unsere Außenaufnahmen in den Kasten zu kriegen. Eine Fahrt dauert etwa 60 Minuten. 30 Minuten bis Barmen, dann drehen und wieder 30 Minuten zurück nach Vohwinkel. Also konnten wir den Kaiserwagen theoretisch dreimal von außen erwischen, bevor wir selbst rechtzeitig in Vohwinkel an der Station stehen mussten. Fotogene Ecken gibt es reichlich entlang der Strecke, aber es ist gar nicht so trivial die richtige Richtung zu berücksichtigen und vor allem genau zur richtigen Zeit auch parat zu stehen. Letztendlich haben wir uns für das Stadioneck, das Opernhaus und die Werther Brücke entschieden.

Erlebnis Kaiserwagenfahrt - Stadioneck

Erlebnis Kaiserwagenfahrt – Stadioneck

Erlebnis Kaiserwagenfahrt - Am Opernhaus

Erlebnis Kaiserwagenfahrt – Am Opernhaus

Die ersten beiden klappten auch planmäßig, aber wir haben leider den Fußweg vom Opernhaus bis zur Werther Brücke unterschätzt, und so ist unsere letzte Chance irgendwo auf halbem Weg unspektakulär über uns hinweg geschwebt. Schade, aber nicht zu ändern. Also schnell zur nächsten Station und zurück nach Vohwinkel. Wir hatten schließlich vor unserer eigentlichen Fahrt noch einen Sondertermin: Wir durften vorab einen Blick ins Depot werfen !

Hinter den Kulissen

Als ob eine Fahrt mit dem Kaiserwagen nicht schon spannend genug wäre, hat uns das Wuppertal Marketing auch noch einen Blick in die heiligen Hallen ermöglicht. Wir durften tatsächlich ein paar Minuten vor der Fahrt in das Depot der Schwebebahn und mit den netten Stadtführerinnen und den beiden Fahrern sprechen. Sogar Bilder konnten wir machen. Traumhaft !

Während der Kaiserwagen gereinigt und die Tische neu gedeckt wurden, haben uns die beiden freundlichen Damen Frau Schöppe und Frau Rohleder einiges über den Kaiserwagen erzählt und ein wenig herumgeführt. So entstanden die folgenden Fotos, die wohl nicht unbedingt jeder Fahrgast mit nach Hause bringt. Aber solche Fotos bekommt man eben nur hier auf ich-mag-es-bergisch.de zu sehen 🙂

Erlebnis Kaiserwagenfahrt - Frau Schoeppe im Depot

Erlebnis Kaiserwagenfahrt – Frau Schoeppe im Depot

Erlebnis Kaiserwagenfahrt - Mehrgenerationenbild

Erlebnis Kaiserwagenfahrt – Mehrgenerationenbild

Erlebnis Kaiserwagenfahrt - Gedeckter Tisch

Erlebnis Kaiserwagenfahrt – Gedeckter Tisch

Erlebnis Kaiserwagenfahrt - Innenansicht

Erlebnis Kaiserwagenfahrt – Innenansicht

Auf zur Kaffeefahrt

Und dann war es 15 Uhr und wir waren wieder ganz normale Fahrgäste. Zumindest fast. Wir hatten noch die große Ehre, vom Depot aus und direkt vorne bei den Fahrern in die Station zu schweben. Was für ein Erlebnis, in die vielen erwartungsvollen Gesichter zu blicken. Den Fahrern geht bei diesem Anblick auch jedesmal wieder das Herz auf. Das sind genau die Momente, für die man sich auch mal als Fahrer im Ruhestand einen Sonntag um die Ohren haut. Da dem Kaiserwagen die heute vorgeschriebene Sicherheitsfahrschaltung fehlt, müssen aus Sicherheitsgründen zwei Fahrer an Bord sein. Und der zweite Fahrer ist nicht selten ein Kollege im Ruhestand, der einfach noch ein paar Fahrten im Kaiserwagen genießt.

Die Plätze füllen sich gewohnt rasch und Frau Schöppe und Frau Rohleder haben sich auf die beiden Wagen aufgeteilt. Der Kaiserwagen rumpelt los und die beiden entzückend gekleideten Damen lassen eine sehr interessante Stadtführung über den Dächern von Wuppertal folgen. Details ? Gibt es an dieser Stelle keine. Man muss einfach mal selbst mitgefahren sein, um dieses Gefühl zu beschreiben. Nur so viel: Die 2 x 30 Minuten sind viel zu schnell vorbei und man möchte am liebsten direkt noch eine Runde drehen. Ein paar Impressionen gibt es aber dennoch zu sehen:

Private Fahrten ?

Ja, das geht. Man kann den Wagen für private Zwecke mieten. Im Preis enthalten sind die beiden Wagen und natürlich die Fahrer. Für alles andere muss man selbst sorgen. Alleine für Hochzeiten ist der Kaiserwagen etwa fünfzig mal im Jahr unterwegs. Zusammen mit diversen Firmenveranstaltungen und den ebenfalls nicht wenigen öffentlichen Fahrterminen kommt da schon einiges zusammen. Der Kaiserwagen ist gut ausgelastet. Rechtzeitiges buchen ist in jedem Fall empfehlenswert.

Zusatzinformationen

Offenlegung: Die Tickets für unsere Kaiserwagenfahrt wurden uns vom Wuppertal Marketing kostenlos zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür. Unsere Eindrücke bleiben wie immer die eigenen. Der Artikel ist komplett von uns verfasst und enthält keinerlei vorgefertigten Werbetexte.

Bergische Kottenbutter

Die Kottenbutter war das „Butterbrot“ der damaligen Schleifer in den Bergischen Schleifkotten. Viele konnten sich keine anständige Mahlzeit leisten und so eine Kottenbutter konnte man hervorragend zwischendurch futtern. Heute ist die Kottenbutter ein richtiges Traditionsgericht geworden und wird teilweise sogar zur Bergischen Kaffeetafel gereicht. Höhere kulinarische Weihen kann ein Gericht im Bergischen eigentlich nicht bekommen.

Wie so oft, ist das Beste ganz einfach selbst herzustellen. Die Kottenbutter braucht nicht viel, schmeckt echt lecker und vor allem macht sie gut satt. Vegetarier machen hier allerdings spitze Finger.

[recipe title=“Bergische Kottenbutter“ servings=“1″ time=“5 Minuten“ difficulty=“Einfach“]

[recipe-ingredients]
– 2 Scheiben Schwarzbrot oder Vollkornbrot
– Butter
– Kottenwurst
– 1 Zwiebel
– Mittelscharfer Senf (je nach Geschmack)
[/recipe-ingredients] [recipe-directions title=“Zubereitung“]Die beiden Schwarzbrotscheiben mit frischer Butter gut bestreichen. Wer mag, kann jetzt den Senf darüber verteilen. Anschließend die Kottenwurst in rustikale Scheiben schneiden und die Zwiebel, je nach Vorliebe, ebenfalls in Scheiben oder in Würfel schneiden. Nun die untere Schwarzbrotscheibe mit der Kottenwurst belegen und die Zwiebeln darüber verteilen. Zum Schluss mit der anderen Schwarzbrotscheibe zuklappen und halbieren. Dazu passt ein kühles Bier. Guten Appetit !
[/recipe-directions][/recipe]

Kennen Sie auch ein typisch Bergisches Rezept ? Dann schicken Sie es uns unter dem Betreff „Rezepte“ und wir probieren es aus !

0-Euro-Souvenirschein Müngstener Brücke Nr. 2

Die erste Auflage des 0-Euro-Scheins der Müngstener Brücke war bereits innerhalb weniger Wochen vergriffen. Die zweite Auflage mit neuem Motiv dürfte eine ähnliche Nachfrage haben. Das begehrte Bergische Sammlerstück wurde anlässlich des diesjährigen 120. Geburtstags der Müngstener Brücke aufgelegt. Bei dem 0-Euro-Souvenirschein handelt es sich um eine echte Banknote. Der Schein wird auf echtem Banknotenpapier nummeriert gedruckt und ist mit den bekannten Merkmalen wie z.b. Wasserzeichen, Hologramm oder Kupferstreifen versehen.

Auf der Vorderseite befindet sich die Müngstener Brücke mit einem fahrendem Dampfzug darauf. Unterhalb des Brückenbogens ist der Schriftzug „120 Jahre 1897 – 2017“ aufgedruckt. Auf der Rückseite befinden sich Abbildungen vom Pariser Eifelturm, dem Brandenburger Tor, dem römischen Colosseum und Barcelonas Sagrada Familia.

Das 0-Euro-Souvenir ist ein Renner

0-Euro-Scheine haben sich innerhalb kürzester Zeit zu begehrten Sammlerobjekten und Souvenirs entwickelt. Im Bergischen Land haben die Betreiber von Schloss Burg den Trend als Erste erkannt und sind mit der mittlerweile vierten Auflage ihres Scheins immer noch sehr erfolgreich. Wenn sich die Nachfrage nach dem neuen 0-Euro-Schein der Müngstener Brücke ähnlich entwickelt, dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis auch hier die zweite Auflage vergriffen ist.

Ab sofort haben wir die neue zweite Auflage des 0-Euro Souvenirscheins der Müngstener Brücke auch in unserem Onlineshop. Allerdings haben wir nur eine begrenzte Stückzahl. Also schnell sein.

Bergisches Land Quiz

Vor einiger Zeit bekamen wir von einem netten Herren über Facebook eine Nachricht, ob das Bergische-Land-Quiz nicht eine gute Ergänzung für unser Erlebnisportal wäre. Ein Quiz über das Bergische ? Sowas gibt es ? Und wer war der nette Übermittler der Nachricht ? Viele Fragen, auf die wir erstmal ein paar Antworten suchten.

Das Quiz wurde schnell „gegoogelt“ und Zack, da waren wir auch schon beim Grupello Verlag gelandet. Am Ende des Textes stand dann

„ein geselliger Wissenswettstreit mit vielen interessanten Informationen“.

Das trifft es in der Tat recht gut. Nach kurzer unkomplizierter Kontaktaufnahme, war auch schon ein paar Tage später unser Ansichtsexemplar im Briefkasten und es konnte losgehen.

Bergisches Land Quizkarten

Bergisches Land Quizkarten

Wenn man das kleine, edel wirkende Schächtelchen öffnet, warten 100 Fragen über das Bergische Land darauf gelöst zu werden. Dabei sind natürlich Klassiker wie „Sie ist insgesamt 107 Meter hoch, 465 Meter lang usw. …“ Na, wer weiß die Antwort ? Hand hoch ! Natürlich, es handelt sich um die Müngstener Brücke. Das war ja einfach. Aber es gibt da durchaus auch ein paar Fragen, die wirklich nur die wenigstens beantworten können. Beispiel gefällig ?

Welcher Dichter gedenkt in seinem Werk »Die Glocken von Wiehl« seiner Heimatstadt ? A – Carl Schmachtenberg / B – Wilhelm Idel / C – August Homberg

Wer weiß die Antwort ? Hand hoch ! Aha, ich sehe deutlich weniger Hände. Die Antwort lautet: „Wilhelm Idel (1849 – 1927). Das Gedicht gehörte einst zur Pflichtlektüre jedes Wiehler Schülers – wohl nicht zuletzt weil Idel selbst als Lehrer arbeitete“

So ziehen sich die 100 Fragen durch zahlreiche Themengebiete von traditioneller Esskultur über Promithemen bis hin zu geschichtlichen Dingen oder Anekdoten. Hier ist für ziemlich jeden etwas dabei und das macht das Quiz auch fair. Die geschichtlich bewanderten Insider sind nicht zwangsläufig im Vorteil. Es werden durchaus auch Fragen aus ganz anderen Bereichen gestellt.

Idealerweise spielt man das Bergische-Land-Quiz in geselliger und gemütlicher Runde. Die Fragen sind so ausgewählt, dass sie für Einheimische und natürlich auch für Besucher, Freunde und Kenner des Bergischen Landes interessant und lösbar sind. Die Antworten liefern spannende Zusatzinformationen, die ihrerseits auch wieder für reichlich Diskussionsstoff und Anekdötchen sorgen. Das Quiz lässt die Mitspieler lachen, staunen und wundern. Was will man von einem Fragespiel mehr erwarten.

Achja, wer war denn jetzt der eingangs erwähnte nette Herr, der uns überhaupt auf das Quiz aufmerksam machte ? Es handelte sich um Christian Lentz, der zusammen mit Sebastian Stöwer das Bergisches-Land-Quiz entwickelt hat. Die beiden heimatverbundenen jungen Männer haben sich das Quiz 2014 ausgedacht und die 100 Fragen erarbeitet. Mittlerweile ist das Quiz in der dritten Auflage erschienen und die beiden arbeiten gerade an einem Leverkusen-Quiz, das ebenfalls noch 2017 erscheinen soll.

Das Bergisches-Land-Quiz ist ein ideales Geschenk, Souvenir oder Mitbringsel für ein paar kurzweilige Stunden. Und genau deshalb ist es auch ab sofort in unserem Onlineshop erhältlich. Wir sind uns sicher, dass es für viele fröhliche Gesichter sorgen wird.