Eric Renneberg - Eine Wanderung um Much

Eine Wanderung um Much

Die Hochflächen der Gemeinde Much bieten sich zum Wandern geradezu an. Das nahezu gesamte Gemeindegebiet liegt auf der Höhe, was jeden mögliche Wandertour zu einer Panoramarunde werden lässt. Neben den von den verschiedenen Wanderparkplätzen ausgehenden A-Rundwanderwegen werden auch ein Skulpturenweg, ein Waldlehrpfad, ein Familienwanderweg, ein Lyrikweg, ein Panorama-Rundweg, ein Kneipp-Erlebnisweg und der Böllweg – ein Streifzug des Bergischen Wanderlandes – angeboten. Da dieses große Angebot an Wegen sich immer wieder überschneidet, bieten sich unendlich viele Möglichkeiten, diese verschiedenen Wegen zu kombinieren, zu verkürzen und zu verlängern. Much ist ein Wanderparadies – und das zu jeder Jahreszeit. Die Fotos in diesem Beitrag stammen (bis auf das letzte Bild) vom Silvestertag 2016.

Die ausgesuchte Wanderung ist eine Kombination verschiedener Wege. Daher ist er nicht durchgängig markiert, bzw. man muss sich an vielen verschiedenen Markierungen orientieren. Wenn man sich Zeit lässt, kann man zwei Stunden in einer der schönsten Ecken des Bergischen Landes erleben. Startpunkt ist der große Parkplatz an den Supermärkten im Ortskern von Much. Hier fließt der Wahnbach vorbei, der später in seinem Lauf noch zur riesigen Wahnbachtalsperre aufgestaut werden sollte. Wenn das Wasser in diesem plätschernden Bach wüsste, was es noch vor sich hat…

Eine Wanderung um Much - Wahnbach

Eine Wanderung um Much – Der Wahnbach

Wir verlassen den Parkplatz und gehen rechts hinter dem Aldi-Markt über eine Brücke, die uns zum ersten Mal über den Wahnbach bringt. Wir überqueren die Marienfelder Straße und wandern in den Bockemsweg hinein. Dort passieren wir das Freibad von Much, das von Bürgern erhalten und betrieben wird und in eher wärmeren Jahreszeiten verlockend zum Schwimmen einlädt. Wir folgen dem Verlauf des Bockemsweg und wandern zwischen eingezäunten Weiden und Wiesen durch das Wahnbachtal, etwas abseits des rechts von uns fließenden Gewässers. Bald erreichen wir in der Nähe des Ortes Niederwahn (wir gehen NICHT in den Ort hinein) wieder den Bachlauf. Dort entdecken wir eine transparente Texttafel des Lyrikweges.

Hier überqueren wir erneut den Wahnbach über eine kleine metallene Fußgängerbrücke und stoßen auf eine Schutzhütte. Hier bieten sich gleich wieder mehrere Wandermöglichkeiten, die zu schönen Orten führen, doch wir entscheiden uns, an der Hütte links abzubiegen. Ab hier lenkt uns die Markierung A4 durch den Wald, vorbei an einem steinernen Wegekreuz, „errichtet von Anna Cath. Krimmel zu Nieder-Wahn im Jahre 1894“.

Eine Wanderung um Much - Wegekreuz

Eine Wanderung um Much – 123 Jahre alt: Ein Wegekreuz in der Nähe von Niederwahn

Den Wahnbach zu unserer linken Seite durchwandern wir den Niederhof und erreichen bald den kleinen Ort Altenhof.

Hier wird es Zeit, das Wahnbachtal zu verlassen. Wir steigen, nur der Markierung A7 folgend, durch Wiesen und Wälder hinauf, bis wir an einem hölzernen Wegekreuz eine kaum befahrene Straße auf der Höhe erreichen. Zwischendurch bieten sich immer wieder neue, spannende Ausblicke mit weiter Fernsicht.

Eine Wanderung um Much - Aufstieg Altenhof

Eine Wanderung um Much – Beim Aufstieg von Altenhof aus

Dem Straßenverlauf folgen wir ein Stück, wandern gerade aus, der A7-Markierung folgend wieder in den Wald hinein.

Eine Wanderung um Much - Frost

Eine Wanderung um Much – Frostige Zeiten in Much

Bald stößt die Markierung A2 zu uns, die uns nun weiter leiten wird. Wir erreichen den Parkplatz des FIT-Hotels. Hier beginnt der Böllweg und der Familienwanderweg. An den beiden Wandertafeln des Böllwegs vorbei wandern wir zwischen dem großen Umsetzer/Sendemast und dem FIT-Hotel den Parkplatz hinab und biegen an der nächsten Möglichkeit an einer Bank links ab. Hier bietet sich ein wunderbarer Ausblick auf den Ortskern von Much.

Eine Wanderung um Much - Blick auf Much

Eine Wanderung um Much – Blick auf Much

Wir folgen neben dem A2 nun auch dem Panorama-Rundweg (mit Stelen ausgeschildert), dem Familienwanderweg (mit einer Rätselstation für Kinder nur wenige Meter von der Bank entfernt) und dem Lyrikweg, der mit seinen transparenten Texttafeln die Kraft der Worte in den Gedichten mit der Kraft der realen Natur verbindet.

Eine Wanderung um Much - Am Lyrikweg

Eine Wanderung um Much – Auf dem Lyrikweg

Die Markierungen weisen uns weiter den Weg, wir queren einen kleinen Wirtschaftsweg und erreichen nach einem kleinen Waldstück die malerisch gelegene Germanakapelle. Hier lädt ein kleiner Picknickplatz zur Pause ein. Die Kapelle selber ist schönes Kleinod, mal sollte nicht verpassen, einen Blick hineinzuwerfen und die Legende der Germana zu lesen. Auch eine Rätselstation des Familienwanderweges und eine Gedichttafel des Lyrikwegs stehen an dieser Wegekreuzung.

Eine Wanderung um Much - Die Germanakapelle

Eine Wanderung um Much – Die Germanakapelle

Wir biegen rechts ab, folgen der A2-Markierung und steigen sanft hinab in ein Wohngebiet am Ortsrand von Much. Nach einer weiten Rechtskurve steigen wir, noch immer A2 folgend, einen kleinen Fußweg hinunter. Hier verlassen wir den A2, überqueren geradeaus die Wahnbachtalstraße und können am Etappenstein des „Bergischen Weges“ – wenn wir wollen – einen kurzen Blick in den kleinen Skulpturenpark werfen. Ein Mahnmal erinnert an die hier 1941/42 internierten Juden. Über eine kleine Brücke erreichen wir wieder den Parkplatz und damit unseren Ausgangspunkt.

Eine Wanderung um Much - Skulpturenpark

Eine Wanderung um Much – Im Skulpturenpark Much

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