Sinneswald 2017 - Zukunft

Der Leichlinger Sinneswald ist ein künstlerisches Kleinod, das die Besucher Jahr für Jahr mit einer neuen Ausstellung überrascht. Letztes Jahr stand noch alles unter dem Motto „Metamorphosen“, aber diesmal wird es etwas prophetischer. Es geht um die „Zukunft“. Ein Thema, das uns alle angeht.

Kreative Idylle

Wer den Sinneswald zum ersten Mal besucht, der glaubt in einem Märchenwald angekommen zu sein. Leise plätschert der Murbach vorbei und wenn man die Ohren spitzt, hört man das Rauschen der Bäume und das Zwitschern der Vögel. Am großen Teich wimmelt es vor Libellen und die Seerosen sehen prächtig aus. Die Sonne bahnt sich in grazilen Strahlen ihren Weg durch das dichte Grün. Hier soll eine Ausstellung sein ? Ja, natürlich !

Künstlervielfalt

Zukunft ist das diesjährige Motto der Ausstellung, die jedes Jahr aufs Neue mit viel Hingabe und Herzblut von dem Künstlerpaar Wicze Braun und Wolfgang Brudes konzipiert und umgesetzt wird. Insgesamt haben sich über 90 Künstler mit dem Thema auseinandergesetzt. Auch Nachwuchskünstler aus den umliegenden Schulen, haben eine Chance bekommen. Die Ergebnisse werden über den gesamten Sinneswald verteilt präsentiert. Das Areal ist weitläufiger, als es auf den ersten Blick erscheint. Hinter jedem Strauch und unter jedem Baum könnte ein Exponat aufgestellt sein. Man muss schon achtsam sein, damit man die meisten der kleinen und großen Kunstwerke entdeckt. Ob es jemand schon geschafft hat, wirklich alle zu entdecken ? Wer weiß 😉

Zeit mitbringen

Für eine komplette Runde ist man gut und gerne zwei Stunden mit Entdecken und Interpretieren beschäftigt. Es ist erstaunlich, auf wie vielen unterschiedlichen Arten und Weisen man das Thema angehen kann. Angefangen von einem kleinen Jungen am Laptop, der scheinbar schon in seinen jungen Jahren seine Zeit eher virtuell als real verbringt über ein Floss mit Tafeln all unserer Umweltsünden bis hin zu Notizen von Kindern, wie sie sich ihre Zukunft vorstellen. Manche Exponate machen nachdenklich und manche bringen einen zum Schmunzeln. Auf einer Infotafel erfährt man immer Wissenswertes über den Künstler und das Exponat und man muss nicht mit einem „Was hat sich der Künstler dabei gedacht ?“ Gedanken weiterziehen.
Da auf der Homepage vom Sinneswald eine komplette Auflistung der Künstler und deren Werke existiert, verzichte ich an dieser Stelle auf eine nochmalige Erwähnung. Die Fotos unterhalb des Berichtes enthalten auch nicht alle Exponate. Es soll ja schließlich noch etwas zu entdecken geben 😉

Empfehlung

Der Sinneswald ist grundsätzlich immer einen Besuch wert. Die jährlich wechselnden Ausstellungen und zahlreichen Veranstaltungen in der angrenzenden Spinnerei geben Grund genug, immer mal wieder vorbei zu schauen. Das Gelände umfasst einen Steinbruch, eine Art Vorgarten und zu guter Letzt den eigentlichen Sinneswald. Der Sinneswald selbst ist (abgesehen vom Gelände direkt um den Teich) nicht barrierefrei. Es geht über enge Waldwege auf unterschiedliche Höhen und wenn man alles sehen will, sollte man bei guter Kondition und stabil auf den Beinen sein. Im Steinbruch und im vorgelagerten Garten kann man sich auf ebener Fläche frei bewegen und ebenfalls einige Ausstellungsstücke entdecken.