Die Erstauflage des Wuppertaler 0-Euro Souvenirscheins war bereits innerhalb von 48 Stunden beim Wuppertal Marketing ausverkauft. Nun gibt es eine zweite Auflage mit erneut 10.000 Exemplaren. Diesmal dient der GTW72 als Motiv für die Vorderseite. Hierbei handelt es sich um die orange-blaue Modellreihe, die bereits seit 1972 das Wuppertaler Stadtbild prägt. Einige Modelle sind bis heute noch im Einsatz, schweben aber nach und nach ihrem Ruhestand entgegen.

Ein 0-Euro Souvenirschein sieht einer echten Banknote verblüffend ähnlich. Der Schein verfügt über einige für Banknoten bekannte Sicherheitsmerkmale wie Wasserzeichen, Kupferstreifen, Simultouch, Hologramm, Durchsichtsregister, Gelddruckerei-Sicherheitshintergrund, fluoreszierend unsichtbare Tinte und eine individuelle Seriennummer.

Das 0-Euro Souvenir ist ein Erfolg für Bergische Städte und Sehenswürdigkeiten

0-Euro-Scheine haben sich national zu begehrten Sammlerobjekten und Souvenirs entwickelt. Für das Bergische Land sind derzeit folgende Motive im Handel:

Ab sofort haben wir den neuen 0-Euro Souvenirschein von Wuppertal auch in unserem Onlineshop.

0-Euro Souvenirschein Wuppertaler Schwebebahn 2017-1

Gerade einmal 48 Stunden hat es gedauert, bis Wuppertal bereits „AUSVERKAUFT“ gemeldet hat. Innerhalb dieser Zeit waren tatsächlich alle Exemplare der Erstauflage in Wuppertal vergriffen. Wahnsinn ! Als Motiv für die Vorderseite des 0-Euro Souvenirscheins wählte Wuppertal den beliebten und vor allem bekannten Kaiserwagen der Schwebebahn. Ein kluger Schachzug. Sammler und Souvenirjäger stürzten sich auf die Erstauflage von 10.000 Stück.

Ein 0-Euro Souvenirschein sieht einer echten Banknote verblüffend ähnlich. Der Schein verfügt über einige für Banknoten bekannte Sicherheitsmerkmale wie Wasserzeichen, Kupferstreifen, Simultouch, Hologramm, Durchsichtsregister, Gelddruckerei-Sicherheitshintergrund, fluoreszierend unsichtbare Tinte und eine individuelle Seriennummer.

Das 0-Euro Souvenir ist ein Erfolg

0-Euro-Scheine haben sich national zu begehrten Sammlerobjekten und Souvenirs entwickelt. Für das Bergische Land sind derzeit folgende Motive im Handel:

Wir haben noch einige Restexemplare von der Wuppertaler Schwebebahn ergattern können. Wer Interesse hat, sollte jetzt schnell sein. Zumal Exemplare der Erstauflage gerade für Sammler immer etwas Besonderes sind.

Ab sofort haben wir den 0-Euro Souvenirschein der Wuppertaler Schwebebahn auch in unserem Onlineshop.

Erlebnisbericht Kaiserwagen

Man kann behaupten, dass eigentlich jeder, der sich für die Wuppertaler Schwebebahn interessiert, auch schon in irgendeiner Form mit dem Kaiserwagen in Kontakt kam. Entweder durch einen Fernsehbericht oder einen Zeitungsartikel oder per Internet. Die ganz Glücklichen durften sogar schon im Kaiserwagen über Wuppertal schweben. Ja und zu diesen „ganz Glücklichen“ können wir uns nun auch zählen. Das Wuppertal Marketing hat uns freundlicherweise zwei Karten für eine Nachmittagsfahrt zur Verfügung gestellt, und wir berichten im Folgenden über unsere zweifelsohne unvergesslichen Erlebnisse.

Vorfreude

Schon das Öffnen des Briefumschlages ist ein kleines Erlebnis. Darin befinden sich nicht nur die wichtigen Tickets, sondern noch eine handvoll weiterer Dinge, die die Vorfreude auf den Tag erheblich steigern. Wir möchten an dieser Stelle die Überraschung nicht verderben und zeigen nur ein Foto vom Inhalt.

Erlebnis Kaiserwagenfahrt - Tickets

Erlebnis Kaiserwagenfahrt – Tickets

Die Tickets hatten wir also und als nächstes bestellten wir noch Kaiserwetter beim Universum. Mal schauen, ob wir erhört werden. Schließlich wollten wir vom Kaiserwagen auch ein paar schöne Außenaufnahmen mitbringen. Für den Tag waren drei öffentliche Fahrten und eine private Fahrt angesetzt. Genug Zeit also, bis zu unserem Termin um 15 Uhr die zwei vorherigen Fahrten des Kaiserwagens für Außenaufnahmen zu nutzen.

Und so begann es

Der Termin rückte näher und nervös schauten wir schon Tage vorher auf die lokalen Wetterberichte. Es sah gut aus ! Vielleicht kein Kaiserwetter, aber auch kein Schmuddelwetter. Irgendwas dazwischen sollte es wohl werden. Das reichte uns. Hauptsache kein Regen. Dabei sorgten wir uns mehr um unsere Kameras als um uns. Verrückt 😉

Endlich Sonntag. Der erste zaghafte Blick aus dem Fenster ließ uns hoffen: Es war trocken und klarte auf. Check ! Als wir gegen 10 Uhr in Wuppertal-Vohwinkel ankamen, war es für einen Sonntagmorgen typisch noch sehr ruhig auf Wuppertaler Straßen und Bürgersteigen. Wir hatten ausreichend Zeit, um uns die Station anzusehen und erste Aufnahmen zu machen.

Dann um kurz vor 11 Uhr wurden die Weichen umgestellt. Ein untrügliches Zeichen für einen neuen Wagen im Schienenkreislauf. Bei den anwesenden Fahrgästen stieg die Spannung. Schließlich warteten die meisten hier auf ihre erste Fahrt mit dem Kaiserwagen. Unsere Fahrt sollte aber erst um 15 Uhr losgehen. Also waren wir diesmal nur Zaungäste und konnten in Ruhe unsere Aufnahmen machen. Die beiden Kaiserwagen füllten sich schnell und so verließ der Tross pünktlich die Station.

Das war unser Startschuss, dem Kaiserwagen hinterher zu schweben und unsere Außenaufnahmen in den Kasten zu kriegen. Eine Fahrt dauert etwa 60 Minuten. 30 Minuten bis Barmen, dann drehen und wieder 30 Minuten zurück nach Vohwinkel. Also konnten wir den Kaiserwagen theoretisch dreimal von außen erwischen, bevor wir selbst rechtzeitig in Vohwinkel an der Station stehen mussten. Fotogene Ecken gibt es reichlich entlang der Strecke, aber es ist gar nicht so trivial die richtige Richtung zu berücksichtigen und vor allem genau zur richtigen Zeit auch parat zu stehen. Letztendlich haben wir uns für das Stadioneck, das Opernhaus und die Werther Brücke entschieden.

Erlebnis Kaiserwagenfahrt - Stadioneck

Erlebnis Kaiserwagenfahrt – Stadioneck

Erlebnis Kaiserwagenfahrt - Am Opernhaus

Erlebnis Kaiserwagenfahrt – Am Opernhaus

Die ersten beiden klappten auch planmäßig, aber wir haben leider den Fußweg vom Opernhaus bis zur Werther Brücke unterschätzt, und so ist unsere letzte Chance irgendwo auf halbem Weg unspektakulär über uns hinweg geschwebt. Schade, aber nicht zu ändern. Also schnell zur nächsten Station und zurück nach Vohwinkel. Wir hatten schließlich vor unserer eigentlichen Fahrt noch einen Sondertermin: Wir durften vorab einen Blick ins Depot werfen !

Hinter den Kulissen

Als ob eine Fahrt mit dem Kaiserwagen nicht schon spannend genug wäre, hat uns das Wuppertal Marketing auch noch einen Blick in die heiligen Hallen ermöglicht. Wir durften tatsächlich ein paar Minuten vor der Fahrt in das Depot der Schwebebahn und mit den netten Stadtführerinnen und den beiden Fahrern sprechen. Sogar Bilder konnten wir machen. Traumhaft !

Während der Kaiserwagen gereinigt und die Tische neu gedeckt wurden, haben uns die beiden freundlichen Damen Frau Schöppe und Frau Rohleder einiges über den Kaiserwagen erzählt und ein wenig herumgeführt. So entstanden die folgenden Fotos, die wohl nicht unbedingt jeder Fahrgast mit nach Hause bringt. Aber solche Fotos bekommt man eben nur hier auf ich-mag-es-bergisch.de zu sehen 🙂

Erlebnis Kaiserwagenfahrt - Frau Schoeppe im Depot

Erlebnis Kaiserwagenfahrt – Frau Schoeppe im Depot

Erlebnis Kaiserwagenfahrt - Mehrgenerationenbild

Erlebnis Kaiserwagenfahrt – Mehrgenerationenbild

Erlebnis Kaiserwagenfahrt - Gedeckter Tisch

Erlebnis Kaiserwagenfahrt – Gedeckter Tisch

Erlebnis Kaiserwagenfahrt - Innenansicht

Erlebnis Kaiserwagenfahrt – Innenansicht

Auf zur Kaffeefahrt

Und dann war es 15 Uhr und wir waren wieder ganz normale Fahrgäste. Zumindest fast. Wir hatten noch die große Ehre, vom Depot aus und direkt vorne bei den Fahrern in die Station zu schweben. Was für ein Erlebnis, in die vielen erwartungsvollen Gesichter zu blicken. Den Fahrern geht bei diesem Anblick auch jedesmal wieder das Herz auf. Das sind genau die Momente, für die man sich auch mal als Fahrer im Ruhestand einen Sonntag um die Ohren haut. Da dem Kaiserwagen die heute vorgeschriebene Sicherheitsfahrschaltung fehlt, müssen aus Sicherheitsgründen zwei Fahrer an Bord sein. Und der zweite Fahrer ist nicht selten ein Kollege im Ruhestand, der einfach noch ein paar Fahrten im Kaiserwagen genießt.

Die Plätze füllen sich gewohnt rasch und Frau Schöppe und Frau Rohleder haben sich auf die beiden Wagen aufgeteilt. Der Kaiserwagen rumpelt los und die beiden entzückend gekleideten Damen lassen eine sehr interessante Stadtführung über den Dächern von Wuppertal folgen. Details ? Gibt es an dieser Stelle keine. Man muss einfach mal selbst mitgefahren sein, um dieses Gefühl zu beschreiben. Nur so viel: Die 2 x 30 Minuten sind viel zu schnell vorbei und man möchte am liebsten direkt noch eine Runde drehen. Ein paar Impressionen gibt es aber dennoch zu sehen:

Private Fahrten ?

Ja, das geht. Man kann den Wagen für private Zwecke mieten. Im Preis enthalten sind die beiden Wagen und natürlich die Fahrer. Für alles andere muss man selbst sorgen. Alleine für Hochzeiten ist der Kaiserwagen etwa fünfzig mal im Jahr unterwegs. Zusammen mit diversen Firmenveranstaltungen und den ebenfalls nicht wenigen öffentlichen Fahrterminen kommt da schon einiges zusammen. Der Kaiserwagen ist gut ausgelastet. Rechtzeitiges buchen ist in jedem Fall empfehlenswert.

Zusatzinformationen

Offenlegung: Die Tickets für unsere Kaiserwagenfahrt wurden uns vom Wuppertal Marketing kostenlos zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür. Unsere Eindrücke bleiben wie immer die eigenen. Der Artikel ist komplett von uns verfasst und enthält keinerlei vorgefertigten Werbetexte.

Erlebnisbericht Manuelskotten

Wenn sich das große Wasserrad auf der Rückseite des Manuelskotten in Bewegung setzt, dann erweckt der Geist vergangener Zeiten erneut zum Leben und lässt das Gebäude für einen Moment wieder im Glanz alter Tage erstrahlen. Bereits seit 1850 steht ein Kotten im Wuppertaler Kaltenbachtal und teilte sich mit bis zu fünf weiteren Wasserkraftanlagen die Strömung des Flusses.

Wie der Manuelskotten zu seinem Namen kam

1867 erwarb Emanuel Morsbach (1837 – 1903) den Kotten von seinem Schwiegervater. Er verbrachte hier bereits seine Lehrjahre und war anschließend im Kotten als Halblöhner tätig. In dieser Zeit war es üblich, einen Kotten nach seinem Besitzer zu benennen und so erhielt der Kotten vorerst den Namen Morsbachskotten, den er bis zum Ende des Jahrhunderts auch behalten sollte. Erst 1898 wurde der Kotten wegen seiner häufigen Verwechslung mit dem Morsbacher Kotten in Emanuelskotten umbenannt. Und da der Volksmund gerne mal an Buchstaben spart, wurde im laufe der Jahre aus dem Emanuelskotten der heutige Manuelskotten.

Manuelskotten Schild

Manuelskotten Straßenschild

 

Die Geschichte der Energiegewinnung unter einem Dach

Das neue Jahrhundert war eine harte Zeit für den Kotten. Durch einen Brand im Jahr 1901 wurde der Ur-Kotten komplett zerstört, aber aufrund seiner Wichtigkeit für die Region innerhalb kürzester Zeit etwas weiter bachaufwärts neu errichtet. Bereits 1902 nahm der Kotten seinen Betrieb wieder auf und ermöglichte in seinen besten Jahren bis zu 28 Schleifern an seinen Schleifsteinen und Poliermaschinen zu arbeiten.

Zu dieser Zeit bekam der Manuelskotten auch seine erste Dampfmaschine (liegend, mit stehendem Kessel), um fehlende Wasserkraft für Großaufträge oder Widrigkeiten der Natur in Form von Frost oder Niedrigwasser auszugleichen. Auf einer Düsseldorfer Messe entdeckten die Betreiber zudem eine Neuentwicklung – den Fliehkraftregler. Dieser Regler sorgte für einen gleichmäßigeren Lauf des Wasserrades unter Belastung, wodurch sich auch die Schleifsteine gleichmäßiger drehten und ein genaueres arbeiten ermöglichten.

1910 bekam der Kotten einen 110 Volt Stromgenerator, der für die nächsten 40 Jahre für elektrisches Licht sorgte. In den 1930er Jahren verdrängte ein moderner Dieselmotor die aufwändig zu bedienende Dampfmaschine. Er trieb jahrzehntelang die Schleif- und Poliermaschinen des Kottens an, bis in den 1950er Jahren durch die Verlegung von zuerst 220 Volt Drehstrom und später 380 Volt Kraftstrom die Ära des Elektroantriebs eingeläutet wurde. Ein Drehstrommotor löste den Dieselmotor als Hauptantrieb ab und versorgte auch gleich noch die elektrische Beleuchtung des Kottens mit Strom.

Die verschiedenen Antriebsarten mit Wasser, Dampf, Diesel und Strom legen Zeugnis ab vom Stand der jeweiligen Technik und von der Betriebsamkeit seiner Besitzer in den letzten hundert Jahren. An den Öffnungstagen (siehe unten) werden die verschiedenen Antriebsarten den interessierten Besuchern sogar vorgeführt. Angefangen vom Wasserrad über den Dieselmotor, bis hin zu einer kleineren Ausführung einer Dampfmaschine, wie sie früher hier in ähnlicher Form im Einsatz war.

 

Bis heute ein Schleifkotten und neuerdings auch Museum

Bis heute werden im Manuelskotten noch industrielle Messer für große Cutteranlagen geschliffen und poliert, wodurch auch der Beiname „lebendes Museum“ beibehalten wurde. Der im Kotten tätige Schleifer betreibt und wartet die Anlage und steht darüber hinaus auch für angemeldete Führungen zur Verfügung. Man möchte besonders Schulklassen durch unmittelbare Anschauung Einblicke in die Arbeitswelt der bergischen Kleineisenindustrie vermitteln.

Im September 2017 wurde im Obergeschoß das neue Naßschleifermuseum eröffnet. In den Räumlichkeiten können sich Besucher von nun an einen Einblick in die damaligen Produktionsabläufe verschaffen und sich auch zahlreiche Werkzeuge, Arbeitsmittel, Dokumente und Fotos anschauen. Das folgende 360-Grad Panorama gibt einen ersten Eindruck der neuen Räumlichkeiten.

Öffnungszeiten und Anfahrt

Der Manuelskotten ist regulär von April – Oktober am jeweils 2. und 4. Sonntag des Monats geöffnet und freut sich auf zahlreiche interessierte Besucher. Erreichbar ist der Kotten entweder ausgehend von der Kohlfurther Brücke über einen schmalen Straßenzug durch Waldgebiet (Kaltenbacher Hammer – Kaltenbacher Kotten – Friedrichshammer) oder mit den Bergischen Museumsbahnen, die an den selben Terminen eine historische Straßenbahnstrecke befahren und unweit des Kottens eine Haltestelle eingerichtet haben.

Unser Eindruck

Bei jedem unserer Besuche waren die ehrenamtlichen Helfer mit Elan und Herzblut bei der Sache. Sobald Sie anfangen über das Wasserrad oder die Technik der Dampfmaschine und des Dieselmotors zu erzählen, dann glänzen ihre Augen. Spätestens wenn die verschiedenen Antriebsarten vorgeführt werden, gibt es kein Halten mehr. Umso wichtiger ist natürlich der Erhalt dieses wertvollen Industriedenkmals. Zu diesem Zweck engagieren sich bereits seit 1990 die ehrenamtlichen Mitglieder eines Förderverein für den Erhalt des Gebäudes und der Anlagen. Der Verein freut sich jederzeit über neue Mitglieder und helfende Hände.

Der Kotten nimmt keinen Eintritt, aber nach einem Rundgang freuen sich die ehrenamtlichen Mitarbeiter über eine kleine Spende für den Kotten. Sie können auch als Geschenk oder Souvenir ein Zöppkes oder ein Taschenmesser mit dem Logo des Manuelskotten erwerben. Das Geld fließt ebenfalls in den Erhalt des Kotten.

Manuelskotten Klingen

Manuelskotten Klingen