Eric Renneberg - Wanderung um Ründeroth

Die heutige Wanderung führt rund um Ründeroth in der Gemeinde Engelskirchen im Oberbergischen Kreis. Auf unserer Strecke streifen wir mit der Aggertalhöhle, dem Oelchenshammer und dem Haldyturm gleich drei Ründerother „Hotspots“. Viereinhalb bis fünf Stunden muss man für die Wanderung einplanen, dazu kommen eventuelle Besichtigungszeiten für die Höhle, den Hammer oder den Turm. Die Strecke führt mit mehreren Steigungen über Wanderwege, schmale Pfade, Steige am Flusshang, asphaltierte (aber verkehrsarme) Straßen und durch einzelne Ortschaften und ist dabei sehr vielseitig. Kleine Täler und Höhen mit Weitsicht wechseln sich ebenso ab, wie offenes Weideland und ruhige Wälder. Da die Aggertalhöhle und der Oelchenshammer nur zwischen April und Oktober geöffnet haben, bieten sich diese Monate besonders an. Doch auch zu allen anderen Jahreszeiten lohnt sich die abwechslungsreiche Wanderung.

Ründeroth erreicht man über die Autobahn A4, Anschlussstelle Engelskirchen. Am Ende der Ausfahrt biegt man links ab und folgt der Beschilderung nach Ründeroth. Startpunkt ist der große Parkplatz in der Straße „Dörrenbergplatz“ (von der Hauptstraße zusätzlich mit dem Schild „Aggerstrand“ gekennzeichnet).

Wir können uns überlegen, ob wir uns vor oder nach der Wanderung noch den schönen Ortskern von Ründeroth, mit dem Millionentor, den Kirchen, den schönen Fachwerkhäusern und dem kleinen Kurpark anschauen wollen. Ründeroth gilt als „Perle des Aggertals“ und das sicher auch in gewisser Weise berechtigt! Vom Parkplatz aus können wir über uns auch schon den Haldyturm erkennen, der am Ende unserer Wanderung eines unserer Ziele sein wird. Wir überqueren vom Parklplatz aus an der Brücke die Agger, dahinter gehen wir links. Wir gehen einen schmalen, reizvollen Steig entlang der Agger, passieren ein Wehr und blicken begleitet vom Rauschen des Wassers auf den Ortskern von Ründeroth auf der anderen Flussseite.

Eric Renneberg - Eine Wanderung um Ründeroth

Die Agger in Ründeroth

Noch bevor wir die Straßenbrücke unterqueren, gehen wir rechts einen kleinen Fußweg und stoßen auf die Hauptstraße von Ründeroth, die hier auf den Namen Hüttenstraße hört. Wir gehen rechts, queren die Straße Hohenstein und steigen hinter der Gaststätte „Ründerother Eck“ rechts die steile Straße Am Mühlenberg hinauf. Hier begegnen uns die Markierungen „Weiße Raute“ und A3, denen wir zunächst folgen. Links, jenseits des Aggertals, können wir einen Sendemast ausmachen: Dies ist die Hohe Warte. Dort oben, neben dem Sendemast, gibt es einen weiteren Aussichtsturm, der einen wunderbaren Ausblick über das Agger- und Wiehltal und die Höhen des Bergischen Landes ermöglicht. Wir steigen aber den Mühlenberg weiter hinauf. Dies hier ist das „Dichterviertel“: Wir lassen den Droste-Hülshoff-Weg und die Goethestraße links und rechts liegen und stoßen bald auf eine Querstraße, die nach rechts Herderstraße, nach links Lessingstraße heißt. Wir entscheiden uns für Links und Lessing, gehen an großzügigen Neubauten vorbei bis zum Ende der Straße. Hier beginnt links die Goethestraße, wir aber gehen rechts auf einen Waldweg, der Raute und dem A3 folgend. Rechterhand liegen die Zäune des Dichterviertels, linkerhand liegt beruhigender Wald. An einem Abzweig an einer Bank folgen wir links dem Hinweisschild „Zur Höhle“. Offiziell ist dieser Weg mit der Raute, dem A3 und dem A1 markiert, aber die Markierungen sind sehr spärlich gesät. Wir steigen über einen steilen, schmalen Pfad durch Nadelwälder ab und erreichen eine Landstraße im Tal. Diese überqueren wir und haben damit bereits unser erstes Etappenziel erreicht, die Aggertalhöhle.

1.071 Meter ist die Aggertalhöhe lang, damit ist sie die längste Höhle im Rheinland. Im Inneren gibt es einen Höhenunterschied von 31 Metern, mit beständigen 6 bis 8 °C ist es jedoch stets sehr frisch. Wenn wir am Kassenhäuschen vorbei gehen (und auch das „Eventwerk“ rechts liegen lassen, zumal diese Disco zu der Zeit, in der wir wandern, ohnehin keinen Betrieb hat), kommen wir auch direkt am Eingang der Höhle vorbei (Infos auch unter www.aggertalhoehle.de). Ein Besuch mit Führung lohnt sich immer wieder.

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Der Eingang zur Aggertalhöhle

Um unsere Wanderung fortzusetzen, gehen wir am Höhleneingang vorbei und geradeaus den Berg hinauf. Die Raute weist uns weiter den Weg, sowie jetzt neu das A2 und das halbe Mühlrad (die Wegemarkierung der „Straße der Arbeit“), jedoch müssen wir nach diesen Markierung auf diesem Abschnitt sehr gründlich Ausschau halten. Der Weg führt durch abwechslungsreiche Mischwälder. Nach einer Linkskurve erreichen wir einen Querweg, dem wir nach rechts und damit weiter bergauf folgen. Bald öffnet sich zur rechten Seite der Wald und lässt den Blick auf die Ortschaft Schnellenbach zu. An einer Bank stößt von links ein weiterer Weg hinzu, sowie mit ihm die gelbe Markierung des Bergischen Panoramasteigs, der wir nach rechts folgen. Der Name „Panoramasteig“ ist an dieser Stelle richtig gewählt, bietet sich uns hier doch eine gute Fernsicht. Nach nur wenigen Schritten stehen wir an einer Kreuzung und folgen jetzt nur noch dem Bergischen Panoramasteig und seinen gelben Markierungen geradeaus in die Ortslage Feckelsberg (Tempo-30-Zone).

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Feckelsberg und ein Teil seiner Bevölkerung

Der Bergische Panoramasteig führt uns durch Feckelsberg, zunächst in einer Rechts-, dann in einer Linkskurve. Noch vor der Bushaltestelle folgen wir den Markierungen nach rechts und steigen über die asphaltierte Fahrstraße in den Wald hinab. Einen ersten Abzweig auf der rechten Seite ignorieren wir. Dem zweiten Abzweig rechts folgen wir aber: An dieser Stelle verlassen wir den Panoramasteig und seine gelbe Markierung und folgen jetzt den Markierungen A3 und „Straße der Arbeit“ (halbes Mühlrad). Unser Weg führt nach einer Rechtskurve oberhalb der Schnellstraße (dem Autobahnzubringer zur Ausfahrt Engelskirchen) entlang, weshalb es auf dem folgenden kurzen Abschnitt nun nicht mehr ganz ruhig sein wird. Doch dieser Umstand wird sich erfreulicherweise schon bald wieder bereinigen. Der breite Waldweg führt bis in Leppetal hinab.

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An der Leppe

Am Ufer der Leppe angekommen liegt nur vor uns der Oelchenshammer. Der Oelchenshammer ist Außenstelle und damit ein Teil des LVR-Industriemuseums in Engelskirchen und kann von April bis Oktober besichtigt werden. Infos hierzu gibt es unter: https://industriemuseum.lvr.de/de/die_museen/engelskirchen/oelchenshammer/oelchenshammer_1.html

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Das Schmiedehaus des Oelchenshammer

Der Oelchenshammer ist einer der letzten wasserbetriebenen Schmiedehämmer im Bergischen Land. Er ist voll funktionsfähig und wird zu verschiedenen Veranstaltungen (z.B. zur Nacht der Schmiedefeuer jedes Jahr im August) in Betrieb gesetzt. Hammerwerke wie dieses haben die Industrie im Bergischen Land einst groß gemacht. Hier kann man noch das Wasserrad, den gewaltigen Eichenstamm, der die Bewegung des Wasserrads überträgt, und schließlich die schweren Hämmer in Betrieb erleben und dem Schmied bei seiner Arbeit über die Schulter schauen. Einst gab es Hunderte dieser Hammerwerke an den Bergischen Flüssen und Bächen. Heute sind nur ganz wenige erhalten. Es ist schön, dass der Oelchenshammer gepflegt, erhalten und immer wieder auch betrieben wird.

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Im Inneren des Oelchenshammers

Nach der Besichtigung des Hammers steigen wir rechts des eingezäunten Geländes den Markierungen A3 und „Straße der Arbeit“ folgend einen Weg hinauf. Links können wir den idyllischen Wasserteichs des Hammers erkennen. Der Weg führt hinauf in die Ortschaft Bickenbach. Nachdem wir die ersten Grundstücke passiert haben, kommen wir an die Ründerother Straße, jedoch ohne ein Straßennamensschild erkennen zu können. Hier, uns gegenüber liegt das Haus mit der Nummer 41, biegen wir links ab, folgen A3 und „Straße der Arbeit“ und passieren auf der linken Straßenseite ein Bauunternehmen. Nachdem wir auf der rechten Straßenseite ein wahrlich beeindruckendes Haus aus Bruchstein gesehen haben, biegen wir rechts in den Forellenweg ein und folgen nun der Markierung A1. Wir kommen an einem Spielplatz vorbei, danach steigt der Weg in einem kleinen Bachtal sehr gemäßigt bergauf. Dieser sehr schöne Abschnitt unserer Wanderung führt durch ein naturbelassenes und besonders ruhiges Tal mit seinen dichten Wäldern und man wünscht sich, dass wir dem Tal noch viel länger folgen könnten. Hinter ein paar Fischteichen (hinter Zäunen und Hecken) gehen wir geradeaus und steigen weiter bergan. Als sich die Wälder rechts und links öffnen, erblicken wir rechts die Häuser von Remerscheid.

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Kurz vor Remerscheid

Auf der Höhe angekommen stehen wir an einer fünfarmigen Wegekreuzung. Wir nehmen den zweiten Abzweig rechts, der uns zwischen Baumbewuchs auf der rechten und offenen Wiesen auf der linken Straßenseite leicht bergab führt. Ein kleiner Feldweg (der rechts „Zur Kamper Wiese“ heißt) kreuzt unsere Straße ab einer Bank. Hier biegen wir links in den Feldweg ein. „Durchfahrt verboten“ heißt es hier, doch wir gehen ja zu Fuß. Schwere Betonpoller versperren den Autos den Weg, wir aber können problemlos vorbei und erreichen den Ort Wallefeld. An den ersten Häusern gehen wir geradeaus. Die Straße führt nun leicht bergab zunächst in einer sanften Rechts-, dann in einer ebenso sanften Linkskurve hinab in den Ortskern von Wallefeld. Hier stoßen wir auf die Unterdorfstraße, der wir nach links auf dem rechtsseitigen Bürgersteig folgen.

Am rechten Straßenrand liegt ein gewaltiger Findling mit dem metallenen Wappen Wallefelds. Dahinter zweigt rechts der schmale Kurheimweg ab. Diesem folgen wir bis an sein Ende. Vor Haus „Zwölf“ (die Hausnummer ist mit Buchstaben geschrieben) biegen wir rechts in einen geschotterten Weg ein, der direkt auf den Bolzplatz von Wallefeld führt. Diesen überqueren, passen dabei auf, dass wir die Jungs aus dem Dorf nicht beim Fußballspiel stören, queren über eine Brücke einen kleinen Wasserlauf, passieren das Dorfgemeinschaftshaus und erreichen dann das Freibad Wallefeld.

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Im Freibad von Wallefeld

Das Freibad Wallefeld ist das älteste Naturbad in Nordrhein-Westfalen und wird ohne öffentliche Zuschüsse vom Wallefelder Verschönerungsverein betrieben. An warmen Tagen ist es sehr gut besucht: Ein gutes Beispiel für gelungenes bürgerschaftliches Engagement.

Wir überqueren den Parkplatz des Freibades. Dahinter folgen wir einem breiten Weg, gekennzeichnet mit der Markierung A3. Der schöne, ruhige Weg führt uns aus Wallefeld heraus. An einer Weggabelung fehlt die Markierung, doch wir entscheiden uns für den rechten, leicht abfallenden Weg. Rechts fließt munter der kleine Walbach, links taucht auch bald wieder die A3-Markierung auf. An einer Lagerhalle rechterhand stoßen wir auf eine asphaltierte Querstraße, der wir nach links und auch dem A3 leicht bergan folgen. Nach einer leichten Rechtskurve lenkt uns die Markierung von der Straße weg rechts über einen breiten Weg in den Wald hinein. Dieser Weg macht nach ein paar Schritten eine deutliche Linkskurve (mit einem Weg geradeaus, den wir aber ignorieren). Wir folgen dem A3 durch die Linkskurve, steigen weiter durch den Nadelwald bergan.

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Entdeckungen am Wegesrand

Bald tut sich zu unserer linken Seite eine gewaltige Wiese auf, eingerahmt von weiteren Wäldern. Wir bleiben kurz stehen und hören… nichts! Es herrscht hier absolute Ruhe! Man muss geradezu innehalten und lauschen, allenfalls einen Vogel oder das Rauschen der Blätter ist zu vernehmen. Ein magischer Ort…

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Absolute Ruhe!

Wir steigen nun weiter bergan, hören nun wieder das Geräusch unserer Schritte und stoßen an einen Querweg. Hier verlässt uns das A3 nach links, wir folgen dem A9 nach rechts. Der leicht mit Gras bewachsene Weg führt uns bergab. Nun müssen wir aufpassen! Denn schon bald zweigt der A9 (die Markierung ist rechts an einer Buche zu erkennen) nach links hinten in einen kleinen, unscheinbaren Pfad ab. Diesen nehmen wir, steigen bergab und stehen bald vor einem hohen Holzzaun. Hier gehen wir rechts und erreichen nach ein paar Schritten eine asphaltierte Straße, der wir nach rechts folgen. Die Häuser, denen wir hier begegnen, hören auf den Ortsnamen Müllensiefen. Hinter dem Haus mit der Nummer 28 weist uns die A3-Markierung nach links in eine kleine Straße, in die wir einbiegen und die uns sogleich in einer Rechtskurve bergan führt. Die Straße geht über in einen unbefestigten Weg, der uns an einem Fachwerkhaus und einer Scheune vorbei bergauf führt.

Wir ignorieren einen größeren Abzweig links und auch den kleinen, leicht zu übersehenden Abzweig kurz dahinter (auch wenn hier die A9-Markierung abzweigt) und wandern ohne Markierung auf dem breiten Weg geradeaus. Schon bald kommt der Haldyturm in unser Blick, das letzte große Zwischenziel unserer Wanderung. Von hier wirkt er noch recht unspektakulär, doch wenn wir erst einmal direkt davor stehen, staunen wir über den Turm, der uns an einen Bergfried einer Ritterburg erinnert.

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Der Haldyturm oberhalb von Ründeroth

Seinerzeit haben „Dankbare Mitbürger ihrem Landrat Haldy 1903“ diesen Turm gewidmet, so steht es auf einer Platte neben dem Turmeingang. Wir sollten die Gelegenheit nutzen, den Turm zu besteigen. Von hier oben blicken wir auf Ründeroth, können auf dem Parkplatz am Aggerstrand tief unter uns unser Auto erkennen und staunen, welche Kurve das Aggertal hier macht. Es mag nicht ganz die „Saarschleife“ sein, doch spektakulär mutet der Flussverlauf hier schon an. Wir können von hier oben bis zur Wiehltalbrücke der Autobahn A4 blicken und sehen auch wieder die Hohe Warte auf der gegenüberliegenden Seite mit ihrem Sendemast.

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Vom Haldyturm aus sieht man, welch große Kurve das Aggertal macht

Wieder abgestiegen gehen wir hinter dem Haldyturm den Weg, den wir gekommen sind, wieder zurück und zwar links am Wasserbehälter vorbei. Wir stoßen an den Abzweig (auf der linken Seite), aus dem wir vorhin gekommen sind, gehen nun aber gerade aus bis zur Schutzhütte mit dem netten Namen „Aggerblick“. Noch vor der Hütte geht es rechts ab die Berg hinunter. Ab hier folgen wir bis zum Ende unserer Wanderung der Markierung A6. Der breite, steil abfallende Weg stößt auf eine Querstraße, der wir nach rechts folgen. Nach einer großen Linkskurve und einem schönen Rastplatz auf der rechten Seite erreichen wir den Ort Stiefelhagen.

Wir treffen auf eine weitere Querstraße, in die wir rechts abbiegen (Stiefelhagener Straße). Dort passieren wir einige sehr schöne Fachwerkhäuser. Hinter einer Scheune haben wir die Bebauung verlassen. Der Weg macht eine große Linkskurve bergab und führt wieder in den Ort zurück. Dort, wo nach links die Oskarstraße abzweigt, gehen wir nach rechts. Achtung, hier, nachdem wir rechts abgebogen sind, müssen wir wieder besonders aufpassen: Wir folgen nicht dem breiteren Weg nach links, sondern gehen den schmalen Pfad rechts. Die Markierung A6 auf dem Mast einer Straßenlaterne zeigt uns, dass wir richtig sind. Wir passieren ein Drängelgitter, folgen dem zunächst gepflasterten Weg bergab, gehen zunächst in einer Rechts-, dann in einer leichten Linkskurve und müssen nun abermals wachsam sein: Hier zweigt ein schmaler Weg rechts ab, dem wir folgen. Das Schild „Naturschutzgebiet“ begrüßt uns, an seinem Pfahl taucht nun erstmals ein weißes Quadrat als neue Markierung auf. Wir gehen nun auf einem schmalen Steig im Steilhang oberhalb der Agger weiter. Auf dem gegenüberliegenden Flussufer liegt das Stahlwerk Dörrenberg. Geländer verhindern unseren Absturz in die Agger.

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Über dem Aggerufer

Wir stoßen an einen weiteren Abzweig an einer Bank. Die Markierung A6 weist an dieser Stelle sowohl nach rechts den Berg hinauf, als auch geradeaus weiter an der Agger entlang. Wir bleiben unten und folgen weiter dem Flusslauf, bis wir an eine Fußgängerbrücke stoßen. Wir erkennen sie wieder: Vor viereinhalb bis fünf Stunden begann hier unsere Wanderung.

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Auf der Aggerbrücke

Wir überqueren die Brücke und erreichen unseren Ausgangspunkt wieder. Vielleicht bleiben wir aber noch einmal mitten auf der Brücke stehen und denken an all das zurück, was wir während unserer Wanderung erlebt haben… Die Aggertalhöhle mit ihren schmalen Gängen, der Lärm des Oelchenshammers, die wunderbare Aussicht vom Haldyturm, Steigungen, Gefälle, weite Wiesen, dichte Wälder, ruhige Täler, so manche Panoramaaussicht, vielleicht auch das eine oder andere Eichhörnchen oder Reh.

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Eine Wanderung zu den Vorsperren der Großen Dhünntalsperre

Mitten im Rheinisch-Bergischen Kreis liegt etwas, was allein aufgrund seiner schieren Größe den Namen „Kleinod“ nicht verdient: Die Große Dhünntalsperre ist die zweitgrößte Trinkwassertalsperre Deutschlands. Und egal, von wo aus man sie betrachtet – man kann ihre Dimensionen bestenfalls erahnen, niemals aber in Gänze erfassen. Meine heutige Wanderung führt zu beiden Vorsperren. Im ersten Drittel durchwandert man herrliche Landschaftsräume, doch vom Wasser ist nichts zu sehen. Doch im zweiten und im dritten Drittel der Strecke wird man dafür umso mehr entschädigt. Ich selber bin in ruhigem Wandertempo gelaufen, habe immer mal wieder Fotostopps eingelegt und an beiden Vorsperren eine Rast gemacht. So war ich insgesamt fünf Stunden unterwegs.

Ausgangspunkt ist der Wanderparkplatz Neumühle. Man erreicht ihn über die B 506 von Bergisch Gladbach über Bechen bis zur Ortslage Laudenberg. Hier biegt man links in die L 409 ein (Richtung Wermelskirchen und Dhünn). Die Straße schlängelt sich hinab und erreicht an ihrer tiefsten Stelle auf der rechten Seite den großzügigen Wanderparkplatz.

Direkt neben dem Parkplatz plätschert die Dhünn gemütlich an uns vorbei. Genau genommen ist es die Große Dhünn, denn es gibt noch eine Kleine Dhünn, deren Zusammenfluss heute aber mitten in der großen Talsperre liegt. Noch weiß das muntere Bächlein nichts von dem riesigen „Bergischen Ozean“, in den es in nur wenigen Metern hinein fließen wird. Unmittelbar in der Nähe endet übrigens ein Stollen, der Wasser von der weit entfernten Sülz hinüber zur Dhünn leitet, um so ebenfalls die Talsperre zu speisen. Dieser Stollen ist für uns Wanderer jedoch nicht zu sehen.

Fröhlich murmelnd fließt die Große Dhünn am Wanderparkplatz Neumühle vorbei

Zwei Drittel der Tour verlaufen über das Stadtgebiet von Wermelskirchen, das letzte Drittel liegt auf dem Gebiet der Gemeinde Kürten. Vom Parkplatz aus überqueren wir die L 409. Auf der anderen Seite empfangen uns eine Reihe von Wandermarkierungen: Eine blaue Markierung mit dem weißen Schriftzug „dhünn“ und eine schwarze Markierung mit weißem Rechteck und dem Namen „unverDHÜNNt 2“. Wir folgen ihnen aber nur wenige Meter und stehen schon nach einigen Schritten vor einem großen Tor. „Reiten verboten“ heißt es dort. Hier verlassen wir die Markierungen bereits und folgen den Radwegmarkierungen noch vor dem Tor rechts den Hang hinauf. Unfassbar, dass dieser holprige, unbefestigte, teilweise als Hohlweg erkennbare Weg für Fahrradfahrer ausgewiesen ist. Für uns Fußgänger reicht es jedoch problemlos. Der „Radweg“ führt steil bergan und mündet in eine Wiese. An einer Bank folgen wir der Radwegmarkierung weiter geradeaus auf eine asphaltierte Straße.

Bald erreichen wir einen kleinen Ort: Heister heißt er.

Kein Ortsschild sagt uns, dass wir richtig sind, aber an dem verschieferten Haus auf der linken Straßenseite können wir den entsprechenden Straßennamen erkennen. In Heister folgen wir dem Straßenverlauf hinauf, bis wir an eine Querstraße stoßen. Hier biegen wir, dem Radweg folgend, links ab und passieren das „Seminarhaus Unter-Linden“ auf der linken Straßenseite.

Ein interessanter Radweg: Über eine Wiese in Richtung Heister

Wir wandern weiter bis zum nächsten Ort, dessen langer Name Hammesrostringhausen beinahe nicht mehr auf das grüne Ortsschild gepasst hätte. Hier zeigt die Radwegemarkierung einen U-Turn nach rechts an, dem wir entsprechend folgen. Es geht etwas bergab, nachher wieder bergan und immer weiter der Markierung folgend durch Großrostringhausen bis auf eine schöne Anhöhe mit einzigartiger Fernsicht in alle nur denkbaren Richtungen. Wir befinden uns nun auf dem Höhenzug zwischen Großer und Kleiner Dhünn. Am „Knotenpunkt 31“ des NRW-Radwegenetzes erreichen wir eine Querstraße. Dieser folgen wir nur wenige Schritte nach rechts, biegen dann aber sofort in einen Feldweg nach links ein. Jetzt verlassen wir die Radwegemarkierung und folgen der Markierung D4 auf schwarzem Grund. D4 – das ist der Rundweg „Naturwelten“, der im Rahmen des Wanderprojektes „Dhünnhochflächen“ entstanden ist. Bei diesem Projekt sind eine ganze Reihe lohnenswerter Wanderwege entstanden.

Durch Wälder geht es nun bergab. Kurz nachdem wir offenes Wiesenland erreicht haben, begrüßt uns der sehr idyllisch gelegenen Ort Pilghausen. Wir umrunden ein kleines landwirtschaftliches Anwesen, das heute als Seniorenheim in traumhafter Lage genutzt wird. Hier gesellen sich weitere Wegemarkierungen zu unserem D4 hinzu: Das W (für den Rundwanderweg Wermelskirchen) und die gelbe Markierung des Bergischen Panoramasteigs.

In Pilghausen

Wir erreichen eine kleine Brücke über die Kleine Dhünn. Dieses Gewässer ist hier bereits eingefasst und begradigt, denn es wird in nur wenigen Metern in die Vorsperre der Kleinen Dhünn fließen. Wir befinden uns also bereits in unmittelbarer Nähe der Stauwurzel. Ein Pegel verrichtet direkt an der Brücke seinen Dienst.

Die Kleine Dhünn kurz vor der Stauwurzel der Vorsperre

Wir folgenden drei Markierungen (D4, W und Bergischer Panoramasteig) nach links. Die Markierung D3 („Kirchweg“) kommt jetzt auch noch hinzu, so dass wir mit Markierungen mehr als gut ausgestattet sind und uns eigentlich nicht verlaufen können. Bald stehen wir wieder vor einem großen Tor. Auch diesmal gehen wir – den Markierungen folgend – vor dem Tor rechts den Hang hinauf. Zusätzlich weisen uns an dieser Stelle Schilder zum „Wanderparkplatz Dahl“ und zur „Vorsperre Kleine Dhünn“ den Weg. Der Verlauf unserer Strecke führt auf welligem Terrain mal auf, mal ab, mal durch Wälder, mal vorbei an Wiesen und Weiden.

Naturbegegnung am Wegesrand

Abzweigungen können wir auf dem kommenden Abschnitt einfach ignorieren, denn wir müssen nur den Markierungen folgen. Nach einigem Auf und Ab durch schattige Wälder stoßen wir auf ein kleines Nebental mit Bachlauf. Hier folgen wir allen Markierungen nach links und stoßen bald auf die Vorsperre. Die erste Etappe ist geschafft!

Bäche bringen Sedimente, Dreck und Erde mit. Dies will man in der großen Trinkwassersperre natürlich möglichst wenig haben. Deshalb werden Vorsperren konstruiert. Das Wasser steht hier auf konstanter Höhe. Die Sedimente könnten auf den Boden sinken und das saubere Wasser „schwappt“ oben über den Überlauf vom Vorbecken in das Hauptbecken. Bei der Großen Dhünntalsperre gibt es zwei solcher Vorsperren (sowie 15 weitere Vorbecken mit gleicher Aufgabe und Funktion). Hier sind wir jetzt an der Vorsperre der Kleinen Dhünn. Noch bevor wir die Sperrmauer betreten, verlassen uns die Markierung W und D3 nach rechts, dafür stößt die blaue Markierung „dhünn“ zu uns, die den 40 Kilometer langen Rundweg um die gesamte Talsperre kennzeichnet. Dem blauen „dhünn“, dem gelben Bergischen Panoramasteig und dem schwarzen D4 folgen wir nun auf die Sperrmauer der Vorsperre. Links blicken wir auf ein ökologisches Idyll mit Brutinseln und unterschiedlichen Uferbereichen, das auch als Ausgleich für die massiven Eingriffe in die Natur beim Bau der Talsperre dient. Wasservögel, Reptilien und viele andere Tiere finden hier wertvollen Lebensraum. Rechts blicken wir auf den Überlauf, über den das Wasser vom Vorbecken in das Hauptbecken der Talsperre sprudelt.

Der Überlauf der Vorsperre Kleine Dhünn

Nun folgen wir dem D4, dem Bergischen Panoramasteig und dem „dhünn“-Weg links ziemlich steil den Berg hinauf.

An der Vorsperre Kleine Dhünn

Nach einigen, recht mühsamen Minuten erreichen wir den wohl reizvollsten Rastplatz rund um die Talsperre. Eine Sitzgruppe und eine große Liegebank, sowie – für schlechtes Wetter – ein großer Pilz laden bei traumhaften Blick auf die einem Fjord ähnelnde Talsperrenlandschaft zu einer Rast ein.

Rastplatz mit Talsperrenblick

Nach langer Rast wandern wir weiter den Berg hinauf, folgen D4, „dhünn“ und Bergischen Panoramasteig. Nachdem wir den Wald verlassen haben, steigen wir über einen extrem grob geschotterten Weg hinauf zur Ortslage Unterberg. Wenn wir an eine Querstraße stoßen, verlässt uns die Markierung D4 nach links. Wir folgen dem blauen und dem gelben Wegezeichen nach rechts, passieren abermals ein großes Tor und wandern über eine asphaltierte Wirtschaftsstraße des Wupperverbands hinab durch wunderbare Landschaften. Als der Weg wieder natürlicher wird, erreichen wir mal Wälder, mal Wiesen, steigen meist ab, zwischendurch aber auch mal kurz bergauf. Solange wir den Markierungen folgen, können wir uns gar nicht verlaufen. Nach langem Marsch stoßen wir tief unten im Tal auf einen Querweg. Vor uns breitet sich die Vorsperre der Großen Dhünn aus. Die blaue „dhünn“-Markierung verlässt uns nach links, wir folgen dem gelben Bergischen Panoramasteig nach rechts. Ein weißes Rechteck auf schwarzem Grund stößt dazu. Es kennzeichnet den Rundweg, der um die gesamte Vorsperre der Großen Dhünn herumführt und auf den sperrigen Namen „unverDHÜNNt 2“ hört.

Tierische Begegnung auf dem Uferweg

Bald sind wir auf beiden Seiten von Wassermassen umgeben und erreichen schließlich den Staudamm der Vorsperre Große Dhünn. Bänke laden hier zu einer Pause ein. Wir ruhen uns aus: Hinter unserem Rücken liegen riesige Wassermassen des Vorbeckens, vor uns liegen noch viel unbegreiflichere Mengen Wasser: 81.000.000.000 Liter Wasser oder aber 600.000.000 Badewannen fasst die gesamte Große Dhünntalsperre inklusive beider Vorsperren und aller Vorbecken.

Unfassbare Wassermengen – Doch sehen wir auch an dieser Stelle nur einen kleinen Teil der Großen Dhünntalsperre

So beeindruckend diese Menge Wasser auch anzuschauen sein mag, so muss man voller Ehrfurcht festhalten, dass man auch von hier aus nur einen kleinen Teil der gesamten Talsperre sehen kann. Mit Leverkusen, Remscheid, Solingen und Wuppertal werden vier Großstädte von hier aus mit Trinkwasser versorgt. Hinzu kommen Burscheid, Hückeswagen, Leichlingen, Odenthal, Radevormwald und Wermelskirchen. Im Notfall kann sogar Düsseldorf von hier aus versorgt werden!

Auf dem Staudamm der Vorsperre Große Dhünn

Wenn man hier sitzt und auf das Wasser schaut, hört man kein Auto. Man erblickt keine Straße, kein Haus. Absolute Ruhe und die scheinbar grenzenlose Weite des „Bergischen Wasserlandes“ machen diesen Platz zum ruhigsten Ort im Bergischen Land. Man könnte stundenlang sitzen und diesen Moment genießen. Doch auch der Blick auf die andere Seite lohnt: Das Vorbecken stellt wie auch bei der Kleinen Dhünn ein ökologisch wertvolles Refugium für die Tierwelt der Region dar.

Wir verlassen nun die Stadt Wermelskirchen. Auf der anderen Seite der Sperrmauer erreichen wir das Gebiet der Gemeinde Kürten und sehen die gewaltigen Anlagen des Überlaufs vom Vorbecken zum Hauptbecken.

Der Überlauf vom Vorbecken in das Hauptbecken der Dhünntalsperre

Nun müssen wir ein wenig aufpassen: Der Bergische Panoramasteig zweigt nach rechts ab, aber das ignorieren wir, denn die gelbe Markierung wird für uns heute keine Rolle mehr spielen. Wir folgen nun dem weißen Rechteck auf schwarzem Grund („unverDHÜNNt 2“). Doch dieser Weg teilt sich an dieser Stelle: Rechts hinauf und geradeaus. Wir entscheiden uns für geradeaus und passieren ein Tor. Dieses Tor ist von März bis Oktober geöffnet und führt entlang des Ufers der Vorsperre. In den anderen Monaten folgen wir dem Weg nach rechts, den Hang hinauf, doch ist dieser Weg nicht annähernd so reizvoll wie der Uferweg.

Von März bis Oktober ist der Uferweg an der südlichen Seite der Vorsperre Große Dhünn geöffnet

Der Uferweg führt immer in Sichtweite des Wassers der Vorsperre um kleine Buchten herum. Wir staunen, wie groß allein die Vorsperre ist, blicken zurück auf den mittlerweile weit entfernten Staudamm, sehen wieder nach vorne und haben das Gefühl, dass diese Talsperre unendlich zu sein scheint. Das nicht zu übersehende Schild „Anbindung Uferweg an das Wanderwegenetz“ ignorieren wir, wandern weiter dem weißen Rechteck folgend am Ufer entlang. Schon bald aber müssen wir dem Wasser Lebewohl sagen. Es geht nach rechts, noch einmal steil bergauf durch Nadelwälder bis zur L 409. Dieser kurvenreiche Straße folgen wir nur wenige Meter nach links und gehen dann nach rechts der Markierung „Weißes Rechteck“ folgend weiter bis wir an einen quer verlaufenden, breiteren Weg stoßen. Hier, an einer Bank, stößt auch das blaue „dhünn“ wieder zu uns. Ihm und dem weißen Rechteck folgen wir nach links. Langsam senkt sich der Weg. Und jetzt muss man aufpassen, denn hier sind scheinbar sämtliche Markierungen verschwunden: Von schräg links stößt ein Wiesenweg hinzu. In diesen biegen wir ein und wandern am oberen Rand eines kleinen Nebentals, in dem manchmal Schafe weiden.

In einem kleinen Nebental lässt es sich gut grasen

Der Weg stößt erneut auf die L 409. Hier, auf der anderen Straßenseite sehen wir auch das weiße Rechteck und das blaue „dhünn“ wieder und merken, dass wir noch immer auf dem richtigen Weg sind. Wir folgen der Straße wenige Schritte. In der Linkskurve überqueren wir die Große Dhünn. Sie liegt hier unmittelbar vor der Stauwurzel. Wir erreichen nach knapp fünf Stunden an dieser Stelle auch wieder unseren Wanderparkplatz „Neumühle“. Wenn wir mögen, können wir noch einmal zur Dhünn gehen, die am Parkplatz vorbeiplätschert. Ob sie ahnt, in welches riesige Gewässer sie in nur wenigen Metern mündet? Wir wissen es nun und können zufrieden unsere Heimreise antreten. Der Ausflug ins „Bergische Wasserland“ rund um die beiden Vorsperren ist nun Geschichte, aber die Eindrücke bleiben sicher noch lange haften.

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