Erlebnisbericht Kaiserwagen

Man kann behaupten, dass eigentlich jeder, der sich für die Wuppertaler Schwebebahn interessiert, auch schon in irgendeiner Form mit dem Kaiserwagen in Kontakt kam. Entweder durch einen Fernsehbericht oder einen Zeitungsartikel oder per Internet. Die ganz Glücklichen durften sogar schon im Kaiserwagen über Wuppertal schweben. Ja und zu diesen „ganz Glücklichen“ können wir uns nun auch zählen. Das Wuppertal Marketing hat uns freundlicherweise zwei Karten für eine Nachmittagsfahrt zur Verfügung gestellt, und wir berichten im Folgenden über unsere zweifelsohne unvergesslichen Erlebnisse.

Vorfreude

Schon das Öffnen des Briefumschlages ist ein kleines Erlebnis. Darin befinden sich nicht nur die wichtigen Tickets, sondern noch eine handvoll weiterer Dinge, die die Vorfreude auf den Tag erheblich steigern. Wir möchten an dieser Stelle die Überraschung nicht verderben und zeigen nur ein Foto vom Inhalt.

Erlebnis Kaiserwagenfahrt - Tickets

Erlebnis Kaiserwagenfahrt – Tickets

Die Tickets hatten wir also und als nächstes bestellten wir noch Kaiserwetter beim Universum. Mal schauen, ob wir erhört werden. Schließlich wollten wir vom Kaiserwagen auch ein paar schöne Außenaufnahmen mitbringen. Für den Tag waren drei öffentliche Fahrten und eine private Fahrt angesetzt. Genug Zeit also, bis zu unserem Termin um 15 Uhr die zwei vorherigen Fahrten des Kaiserwagens für Außenaufnahmen zu nutzen.

Und so begann es

Der Termin rückte näher und nervös schauten wir schon Tage vorher auf die lokalen Wetterberichte. Es sah gut aus ! Vielleicht kein Kaiserwetter, aber auch kein Schmuddelwetter. Irgendwas dazwischen sollte es wohl werden. Das reichte uns. Hauptsache kein Regen. Dabei sorgten wir uns mehr um unsere Kameras als um uns. Verrückt 😉

Endlich Sonntag. Der erste zaghafte Blick aus dem Fenster ließ uns hoffen: Es war trocken und klarte auf. Check ! Als wir gegen 10 Uhr in Wuppertal-Vohwinkel ankamen, war es für einen Sonntagmorgen typisch noch sehr ruhig auf Wuppertaler Straßen und Bürgersteigen. Wir hatten ausreichend Zeit, um uns die Station anzusehen und erste Aufnahmen zu machen.

Dann um kurz vor 11 Uhr wurden die Weichen umgestellt. Ein untrügliches Zeichen für einen neuen Wagen im Schienenkreislauf. Bei den anwesenden Fahrgästen stieg die Spannung. Schließlich warteten die meisten hier auf ihre erste Fahrt mit dem Kaiserwagen. Unsere Fahrt sollte aber erst um 15 Uhr losgehen. Also waren wir diesmal nur Zaungäste und konnten in Ruhe unsere Aufnahmen machen. Die beiden Kaiserwagen füllten sich schnell und so verließ der Tross pünktlich die Station.

Das war unser Startschuss, dem Kaiserwagen hinterher zu schweben und unsere Außenaufnahmen in den Kasten zu kriegen. Eine Fahrt dauert etwa 60 Minuten. 30 Minuten bis Barmen, dann drehen und wieder 30 Minuten zurück nach Vohwinkel. Also konnten wir den Kaiserwagen theoretisch dreimal von außen erwischen, bevor wir selbst rechtzeitig in Vohwinkel an der Station stehen mussten. Fotogene Ecken gibt es reichlich entlang der Strecke, aber es ist gar nicht so trivial die richtige Richtung zu berücksichtigen und vor allem genau zur richtigen Zeit auch parat zu stehen. Letztendlich haben wir uns für das Stadioneck, das Opernhaus und die Werther Brücke entschieden.

Erlebnis Kaiserwagenfahrt - Stadioneck

Erlebnis Kaiserwagenfahrt – Stadioneck

Erlebnis Kaiserwagenfahrt - Am Opernhaus

Erlebnis Kaiserwagenfahrt – Am Opernhaus

Die ersten beiden klappten auch planmäßig, aber wir haben leider den Fußweg vom Opernhaus bis zur Werther Brücke unterschätzt, und so ist unsere letzte Chance irgendwo auf halbem Weg unspektakulär über uns hinweg geschwebt. Schade, aber nicht zu ändern. Also schnell zur nächsten Station und zurück nach Vohwinkel. Wir hatten schließlich vor unserer eigentlichen Fahrt noch einen Sondertermin: Wir durften vorab einen Blick ins Depot werfen !

Hinter den Kulissen

Als ob eine Fahrt mit dem Kaiserwagen nicht schon spannend genug wäre, hat uns das Wuppertal Marketing auch noch einen Blick in die heiligen Hallen ermöglicht. Wir durften tatsächlich ein paar Minuten vor der Fahrt in das Depot der Schwebebahn und mit den netten Stadtführerinnen und den beiden Fahrern sprechen. Sogar Bilder konnten wir machen. Traumhaft !

Während der Kaiserwagen gereinigt und die Tische neu gedeckt wurden, haben uns die beiden freundlichen Damen Frau Schöppe und Frau Rohleder einiges über den Kaiserwagen erzählt und ein wenig herumgeführt. So entstanden die folgenden Fotos, die wohl nicht unbedingt jeder Fahrgast mit nach Hause bringt. Aber solche Fotos bekommt man eben nur hier auf ich-mag-es-bergisch.de zu sehen 🙂

Erlebnis Kaiserwagenfahrt - Frau Schoeppe im Depot

Erlebnis Kaiserwagenfahrt – Frau Schoeppe im Depot

Erlebnis Kaiserwagenfahrt - Mehrgenerationenbild

Erlebnis Kaiserwagenfahrt – Mehrgenerationenbild

Erlebnis Kaiserwagenfahrt - Gedeckter Tisch

Erlebnis Kaiserwagenfahrt – Gedeckter Tisch

Erlebnis Kaiserwagenfahrt - Innenansicht

Erlebnis Kaiserwagenfahrt – Innenansicht

Auf zur Kaffeefahrt

Und dann war es 15 Uhr und wir waren wieder ganz normale Fahrgäste. Zumindest fast. Wir hatten noch die große Ehre, vom Depot aus und direkt vorne bei den Fahrern in die Station zu schweben. Was für ein Erlebnis, in die vielen erwartungsvollen Gesichter zu blicken. Den Fahrern geht bei diesem Anblick auch jedesmal wieder das Herz auf. Das sind genau die Momente, für die man sich auch mal als Fahrer im Ruhestand einen Sonntag um die Ohren haut. Da dem Kaiserwagen die heute vorgeschriebene Sicherheitsfahrschaltung fehlt, müssen aus Sicherheitsgründen zwei Fahrer an Bord sein. Und der zweite Fahrer ist nicht selten ein Kollege im Ruhestand, der einfach noch ein paar Fahrten im Kaiserwagen genießt.

Die Plätze füllen sich gewohnt rasch und Frau Schöppe und Frau Rohleder haben sich auf die beiden Wagen aufgeteilt. Der Kaiserwagen rumpelt los und die beiden entzückend gekleideten Damen lassen eine sehr interessante Stadtführung über den Dächern von Wuppertal folgen. Details ? Gibt es an dieser Stelle keine. Man muss einfach mal selbst mitgefahren sein, um dieses Gefühl zu beschreiben. Nur so viel: Die 2 x 30 Minuten sind viel zu schnell vorbei und man möchte am liebsten direkt noch eine Runde drehen. Ein paar Impressionen gibt es aber dennoch zu sehen:

Private Fahrten ?

Ja, das geht. Man kann den Wagen für private Zwecke mieten. Im Preis enthalten sind die beiden Wagen und natürlich die Fahrer. Für alles andere muss man selbst sorgen. Alleine für Hochzeiten ist der Kaiserwagen etwa fünfzig mal im Jahr unterwegs. Zusammen mit diversen Firmenveranstaltungen und den ebenfalls nicht wenigen öffentlichen Fahrterminen kommt da schon einiges zusammen. Der Kaiserwagen ist gut ausgelastet. Rechtzeitiges buchen ist in jedem Fall empfehlenswert.

Zusatzinformationen

Offenlegung: Die Tickets für unsere Kaiserwagenfahrt wurden uns vom Wuppertal Marketing kostenlos zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür. Unsere Eindrücke bleiben wie immer die eigenen. Der Artikel ist komplett von uns verfasst und enthält keinerlei vorgefertigten Werbetexte.

Dirk Marx

Dirk Marx ist der Herausgeber von ich-mag-es-bergisch.de und ist Ihr Ansprechpartner für Fragen und Einsendungen.
Dirk Marx
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